Uranium Energy arbeitet gerade an zwei großen Baustellen gleichzeitig: mehr Zugriff auf eine seltene Verarbeitungsanlage in den USA – und der Aufbau einer durchgängigen „vom Erz bis zum Brennstoff“-Kette. Genau diese Strategie rückt nun in den Fokus, weil ein wichtiger Aktionärsbeschluss gefallen ist und in Kürze neue Quartalszahlen folgen.
Anfield-Votum stärkt Einfluss – und sichert Zugriff auf die Mühle
Am 27. Februar hat Anfield Energy seine Aktionäre abstimmen lassen, ob Uranium Energy offiziell als „Control Person“ anerkannt wird. Das klingt technisch, ist aber strategisch relevant: Uranium Energy hält bereits rund 28,8% an Anfield und könnte – über Warrants und spezielle Rechte, abhängig von Votum und Genehmigungen – auf etwa 36,8% kommen. Damit würde der Einfluss auf Governance und mögliche Kapitalunterstützung bei Anfield weiter zementiert.
Der Kern dahinter ist die Shootaring Canyon Mill. Sie gehört zu nur drei lizenzierten konventionellen Uranmühlen in den USA – also zu Anlagen, die Uran tatsächlich verarbeiten können. Für Uranium Energy ist der Zugriff darauf ein Schlüssel, um die eigene Wertschöpfungskette in den USA enger zu schließen.
Anfield hat zudem einen Reaktivierungsplan eingereicht: Die Mühle steht zwar seit 1982 still, doch der Antrag umfasst auch eine Kapazitätserhöhung von 1 auf 3 Millionen Pfund U₃O₈. Ziel ist ein möglicher Neustart im Jahr 2026. Auslöser für die Abstimmung war eine Privatplatzierung über 4 Mio. US-Dollar, die nach Regeln der TSX Venture Exchange die Zustimmung unabhängiger Aktionäre erforderlich machte.
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Vertikale Integration: Mehr als nur „Uran aus dem Boden“
Der Anfield-Schritt ist Teil einer größeren Erzählung. Uranium Energy hat mit „United States Uranium Refining & Conversion Corp.“ (UR&C) eine Plattform gestartet, die langfristig auch Raffination und Umwandlung abdecken soll. Für die Machbarkeitsstudie wurde das Engineering-Unternehmen Fluor beauftragt.
Die Stoßrichtung ist klar: Kontrolle über Verarbeitung (Shootaring Canyon) plus Ausbau Richtung Refining/Conversion (UR&C). Uranium Energy will damit eine Rolle entlang des gesamten US-Brennstoffkreislaufs einnehmen. Kann das Unternehmen diese Strategie auch operativ mit Leben füllen? Genau hier werden die nächsten Quartalszahlen wichtig.
Zahlenlage: Übergangsphase – aber mit „Munition“ im Rücken
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 meldete Uranium Energy keinen Umsatz. Im Vorjahr gab es noch Verkäufe aus Beständen. Unterm Strich stand ein Nettoverlust von rund 10 Mio. US-Dollar. Das unterstreicht: Operativ steckt das Unternehmen weiter in einer Übergangsphase, während der Markt bereits viel Zukunft einpreist.
Auf der Habenseite steht die Bilanz: laut Quelle schuldenfrei, dazu fast 700 Mio. US-Dollar an liquiden Mitteln und Uran-Beständen. Weil diese Bestände nicht gegen Preisschwankungen abgesichert sind, wirkt ein hohes Uranpreisniveau direkt auf den Wert des Inventars.
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Ein weiterer Punkt aus den Offenlegungen: Vanguard hat seinen Anteil im dritten Quartal um 34,5% erhöht – ein Zeichen, dass auch große Adressen die Langfrist-Positionierung ernst nehmen.
Operativ verweist der Bericht auf den Neustart der Christensen Ranch ISR-Mine (Wyoming) als Wendepunkt: von der Entwickler- in die Produzentenrolle. Weitere Hochläufe sollen sich durch 2026 ziehen, flankiert vom erwarteten Start des Burke-Hollow-Projekts. Parallel läuft seit Oktober 2025 ein 34.000-Meter-Kernbohrprogramm, um Ressourcen für das Roughrider-Projekt in Kanada für eine geplante Pre-Feasibility weiter zu untermauern.
Beim Kurs zeigt sich zuletzt Gegenwind: In den vergangenen 30 Tagen ging es um 12,50% nach unten, trotz eines Plus von 13,77% seit Jahresanfang.
Am oder um den 10. März dürfte das Unternehmen die Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorlegen. Spannend wird dabei vor allem, ob der geplante Produktionshochlauf für die zweite Jahreshälfte 2026 zeitlich bestätigt wird – denn daran hängt, ob die ambitionierte Integrationsstrategie auch operativ Schritt hält.
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