Nach 20 Millionen US-Dollar Umsatz im Vorquartal rechnete die Wall Street mit einem soliden Geschäft. Stattdessen meldete Uranium Energy für das dritte Quartal exakt null Dollar Umsatz. Die Quittung folgte prompt in Form eines massiven Ausverkaufs. Aktuell erholt sich das Papier leicht auf 9,51 Euro. Der Schock sitzt allerdings tief.
Strategie statt Produktionsausfall
Ein Verlust von 52,3 Millionen US-Dollar verschreckte die Investoren am Dienstag. Die Aktie stürzte an einem einzigen Tag um fast 16 Prozent ab. Das Management liefert eine klare Begründung für die leeren Kassen. Das Unternehmen hat den Verkauf von Uran bewusst gestoppt.
Die Spotmarktpreise gaben zuletzt auf 86 Dollar pro Pfund nach. Daher hielt der Konzern seine Bestände strategisch zurück. Uranium Energy bunkert aktuell rund 1,5 Millionen Pfund Uran. Dieser Vorrat hat einen Marktwert von etwa 127 Millionen Dollar. Ein Produktionsproblem liegt also nicht vor.
Die Bilanz federt den fehlenden Cashflow problemlos ab. Der Konzern verfügt über 794 Millionen Dollar an liquiden Mitteln. Davon sind 488 Millionen Dollar reine Barmittel. Schulden hat das Unternehmen keine.
Analysten stützen den Kurs
Die Reaktionen der Investmentbanken fallen gemischt aus. Goldman Sachs senkte das Kursziel von 18 auf 16 Dollar. Die Experten raten aber weiterhin zum Kauf. Andere Häuser bleiben völlig unbeeindruckt.
H.C. Wainwright bestätigt das ambitionierte Ziel von 26,75 Dollar. Roth MKM sieht den fairen Wert konstant bei 17 Dollar. Operativ baut der Konzern seine Kapazitäten derweil weiter aus.
Auf der Christensen Ranch läuft die Produktion aus neuen Anlagen an. Parallel dazu sucht die neue Raffinerie-Tochter URNC nach einem finalen Standort. Das Ziel: eine unabhängige US-Lieferkette für Kernbrennstoffe.
Der jüngste Kurseinbruch trübt das Chartbild massiv. Auf Monatssicht verliert die Aktie fast 28 Prozent an Wert. Das Papier notiert aktuell deutlich unter der langfristigen 200-Tage-Linie.
Vom Jahreshoch bei 17,34 Euro ist der Kurs mittlerweile 45 Prozent entfernt. Erst ein nachhaltiger Sprung über die 10-Euro-Marke würde die charttechnische Lage entspannen.
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