Valneva kämpft an der Börse gegen den Abwärtstrend. Während das Unternehmen operativ auf wichtige Meilensteine zusteuert, schicken Anleger das Papier in den Keller. Ein technisches Signal sorgt nun für zusätzliche Nervosität.
Der Kurs sackte am Freitag bis auf 2,12 Euro ab und durchbrach damit eine wichtige technische Unterstützung. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf über 41 Prozent. Damit notiert das Papier weit unter dem 200-Tage-Durchschnitt von rund 3,42 Euro.
Käufer halten sich auffällig zurück, obwohl der Relative-Stärke-Index mit 37,7 bereits eine überverkaufte Lage signalisiert. Die jährliche Volatilität liegt bei über 26 Prozent. Das spiegelt die Unsicherheit über die kommenden Monate wider.
Druck von der Konkurrenz
Die Stimmung leidet unter Gegenwind für Ixchiq, den Impfstoff gegen Chikungunya. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat ihre Haltung zu dem Vakzin konkretisiert. In einigen Märkten gelten nun restriktive Anwendungsempfehlungen. Diese Entscheidung dämpft die kommerziellen Erwartungen deutlich.
Parallel dazu wächst der Wettbewerb. Der Konkurrent Bavarian Nordic hat in Brasilien die Zulassung für ein eigenes Impfstoff-Projekt beantragt. Dieser Schritt bedroht die Expansionspläne von Valneva in Lateinamerika direkt. Dort arbeitet das Unternehmen bisher mit dem Instituto Butantan zusammen, um eine lokale Fertigung aufzubauen.
Sanierung und Hoffnungswerte
Das Management reagiert mit einem harten Sparkurs auf die angespannte Lage. Rund 15 Prozent der Stellen fallen weg. Das Unternehmen will so die Barreserven nach der letzten Kapitalerhöhung schonen und die Kostenbasis senken.
Hoffnung ruht auf dem Impfstoffkandidaten VLA15 gegen Borreliose. Gemeinsam mit dem Partner Pfizer treibt Valneva die Entwicklung voran. Nach dem Abschluss der Phase-3-Studie bereitet Pfizer die Zulassungsanträge für die USA und Europa vor. Diese sollen noch im Laufe des Jahres eingereicht werden.
Ein wichtiges Update steht im August 2026 an. Dann präsentiert Valneva den nächsten Finanzbericht. Diese Zahlen zeigen, wie effektiv die Sparmaßnahmen den Barmittelverbrauch tatsächlich bremsen.
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