Der massive Kursrutsch nach den gemischten Studiendaten zum Lyme-Borreliose-Impfstoff zieht nun rechtliche Konsequenzen nach sich. US-Kanzleien haben Untersuchungen wegen möglichen Wertpapierbetrugs eingeleitet und sammeln geschädigte Investoren. Damit weitet sich der medizinisch-statistische Rückschlag zu einer handfesten Vertrauenskrise aus.
Ursprung der Turbulenzen sind die am Montag veröffentlichten Phase-3-Daten des Impfstoffkandidaten PF-07307405. Obwohl Valneva und Partner Pfizer eine Wirksamkeit von rund 73 Prozent belegten, verfehlte die Studie in einer vordefinierten Analyse ein wichtiges statistisches Ziel. Der Markt reagierte unerbittlich auf diese Unschärfe. Auf Wochensicht brach der Wert um 39,50 Prozent ein und ging gestern bei lediglich 2,88 Euro aus dem Handel. Ein RSI-Wert von 18,8 signalisiert mittlerweile eine extrem überverkaufte Marktsituation.
US-Kanzleien schalten sich ein
Der drastische Wertverlust rief umgehend spezialisierte Anwälte auf den Plan. Die US-Kanzlei Pomerantz LLP gab am Dienstag bekannt, offizielle Untersuchungen gegen das Biotech-Unternehmen und dessen Führungskräfte einzuleiten. Im Zentrum steht der Vorwurf, Valneva könnte die Risiken und die statistische Validität der Studiendaten im Vorfeld nicht korrekt kommuniziert haben. Investoren mit signifikanten Verlusten werden derzeit aktiv zur Teilnahme an möglichen rechtlichen Schritten aufgerufen.
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Pfizer hält an Zulassung fest
Ungeachtet der juristischen Drohkulisse halten die Projektpartner an ihrem strategischen Zeitplan fest. Pfizer betonte, dass die Gesamtdaten den klinischen Nutzen des Vakzins untermauern, und bereitet weiterhin weltweite Zulassungsanträge vor. Da global kein zugelassener Impfstoff gegen Lyme-Borreliose für Menschen existiert, bewerten die Unternehmen den medizinischen Bedarf weiterhin als hoch. Finanziell ist Valneva mit gemeldeten Barreserven von knapp 110 Millionen Euro zum Jahresende 2025 vorerst stabil aufgestellt.
Die kurzfristige Entwicklung des Papiers hängt nun maßgeblich davon ab, wie die Aufsichtsbehörden die Dateninterpretation der Unternehmen bewerten. Bis zu einer konkreten Entscheidung über die Zulassungsanträge bilden die drohenden Rechtsstreitigkeiten einen massiven Widerstand, der eine nachhaltige Erholung des Aktienkurses erschwert.
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