Während Valneva in Brasilien wichtige Realdaten für seinen Chikungunya-Impfstoff sammelt, droht an anderer Stelle juristischer Gegenwind. Eine US-Kanzlei prüft rechtliche Schritte, nachdem der jüngste Rückschlag beim Borreliose-Kandidaten den Börsenwert massiv gedrückt hat. Das Biotech-Unternehmen muss nun beweisen, dass die operative Pipeline stark genug ist, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.
Pilotprojekt in Brasilien liefert Fakten
Auf dem World Vaccine Congress in Washington präsentierte das Unternehmen kürzlich erste Einblicke in die laufende Phase-IV-Studie für den Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ. Gemeinsam mit dem Instituto Butantan wurden im Rahmen einer Pilotkampagne in Brasilien bereits über 12.000 Menschen geimpft. Das Endemie-Land verzeichnete allein im Jahr 2024 mehr als 263.000 Chikungunya-Fälle und stellt einen strategischen Schlüsselmarkt dar.
Valneva stellt bis zu 500.000 Dosen bereit, um belastbare Post-Marketing-Daten in einer großen Bevölkerungsgruppe zu generieren. CEO Thomas Lingelbach plant, diese Ergebnisse als Hebel für eine mögliche Rückkehr auf den US-Markt zu nutzen.
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Juristisches Nachspiel beim Borreliose-Kandidaten
Abseits der operativen Fortschritte in Südamerika sieht sich das Management mit einer Untersuchung der US-Kanzlei Pomerantz konfrontiert. Die Anwälte prüfen mögliche Ansprüche von Investoren im Zusammenhang mit der Kommunikation der jüngsten Phase-3-Daten zum Borreliose-Impfstoff LB6V. Ende März hatte die Meldung, dass der primäre Endpunkt der Studie verfehlt wurde, die in den USA gehandelten Papiere um über 37 Prozent einbrechen lassen.
Der formale Fehlschlag basierte auf einer unerwartet niedrigen Zahl von Lyme-Borreliose-Erkrankungen während der Testphase, nicht auf mangelnder Sicherheit oder Wirksamkeit. Tatsächlich zeigte der Impfstoff in späten klinischen Studien eine Schutzwirkung von bis zu 75 Prozent. Valneva und Partner Pfizer halten daher an ihrem Plan fest und streben weiterhin einen Zulassungsantrag an.
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Finanzielles Fundament
Finanziell agiert das Unternehmen aus einer stabilen Position heraus, muss aber Umsatzrückgänge verkraften. Für das abgelaufene Jahr 2025 stand ein leicht gestiegener Umsatz von 174,7 Millionen Euro einem Nettoverlust von 115,2 Millionen Euro gegenüber. Im laufenden Jahr 2026 rechnet Valneva mit rückläufigen Erlösen zwischen 155 und 170 Millionen Euro, da Vertriebsvereinbarungen mit Drittanbietern planmäßig auslaufen. Die Liquidität beläuft sich auf 109,7 Millionen Euro bei einem leicht gesunkenen operativen Cashburn.
Die kommenden Monate erfordern einen klaren Fokus auf die regulatorischen Prozesse. Während die Realdaten aus Brasilien das Chikungunya-Geschäft stützen, hängt die mittelfristige Bewertung maßgeblich davon ab, ob die US-Behörden den Borreliose-Zulassungsantrag trotz des verfehlten primären Endpunkts in der zweiten Jahreshälfte 2026 akzeptieren.
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