Wenn Valneva am Mittwoch die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentiert, dürften Überraschungen ausbleiben. Die groben Eckdaten sind dem Markt bereits seit Mitte Februar bekannt. Das eigentliche Interesse der Anleger richtet sich längst auf ein ganz anderes Ereignis, das die Zukunft des Unternehmens maßgeblich prägen wird.
Die Bilanz rückt in den Hintergrund
Für das morgige Update erwarten Analysten lediglich eine Bestätigung der vorläufigen Ergebnisse. Mit einem Gesamtumsatz von 174,7 Millionen Euro und liquiden Mitteln in Höhe von knapp 110 Millionen Euro nach einer Schuldenrefinanzierung steht das Biotech-Unternehmen solide da. Diese stabile Ausgangslage spiegelt sich auch in der jüngsten Kursentwicklung wider. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein ordentliches Plus von über 19 Prozent und notiert aktuell bei 4,58 Euro. Für die weitere Entwicklung der Aktie sind diese Vergangenheitsdaten allerdings zweitrangig.
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Hoffnungsträger Lyme-Borreliose
Der entscheidende Faktor für die künftige Bewertung liegt in der Forschungspipeline. In der ersten Jahreshälfte 2026 erwartet Valneva die Ergebnisse der Phase-3-Studie VALOR für den Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA15. Das gemeinsam mit Pfizer entwickelte Präparat ist weltweit der am weitesten fortgeschrittene Kandidat gegen die durch Zecken übertragene Krankheit.
Allein in den USA und Europa erkranken jährlich über 600.000 Menschen daran. Da alle Impfungen der knapp 9.500 Studienteilnehmer in den endemischen Gebieten Nordamerikas und Europas abgeschlossen sind, rückt der Zeitpunkt der Datenveröffentlichung spürbar näher.
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Zulassung und weitere Pipeline-Projekte
Fallen die Wirksamkeitsdaten positiv aus, plant Partner Pfizer noch im laufenden Jahr die Zulassungsanträge bei der US-Behörde FDA sowie der europäischen EMA einzureichen. Ein Erfolg würde Valneva nicht nur den vierten eigenen Impfstoff bescheren. Eine erfolgreiche Vermarktung würde das Unternehmen in die Lage versetzen, seine restliche Pipeline deutlich schneller auszubauen. Parallel dazu treibt das Management ein weiteres Projekt voran. In der zweiten Jahreshälfte stehen wichtige Phase-2-Daten sowie eine Entscheidung über die nächsten Entwicklungsschritte für einen Impfstoff gegen Shigellose an.
Der morgige Webcast liefert zunächst die formale Bestätigung der Prognose für 2026, die einen moderaten Produktumsatz zwischen 145 und 160 Millionen Euro vorsieht. Die tatsächliche Neubewertung des Unternehmens hängt jedoch vollständig vom anstehenden Datenschnitt der VALOR-Studie ab. Liefert das erste Halbjahr die erhofften positiven Phase-3-Daten, öffnet sich für Valneva der Weg zu einem unerschlossenen Markt und einer langfristig gesicherten Finanzierung der eigenen Forschung.
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