Der freiwillige Rückzug des Chikungunya-Impfstoffs vom US-Markt im Januar war ein harter Schlag für Valneva. Die nun vorgelegten Jahreszahlen für 2025 zeigen allerdings, dass das etablierte Reiseimpfstoff-Geschäft den Biotech-Konzern verlässlich stabilisiert. Während der Blick der Anleger auf die kommenden Pipeline-Daten gerichtet ist, liefert das Basisgeschäft die nötige finanzielle Ausdauer.
Reiseimpfstoffe als verlässliche Stütze
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete das Unternehmen Gesamterlöse von 174,7 Millionen Euro. Zwar stieg der Nettoverlust auf 115,2 Millionen Euro an, was laut Unternehmensangaben maßgeblich auf fehlende Sondereffekte aus dem Vorjahr zurückzuführen ist. Gleichzeitig erwies sich der Japanische-Enzephalitis-Impfstoff IXIARO als robuster Umsatzbringer. Ein im Januar 2025 geschlossener Vertrag mit dem US-Verteidigungsministerium über mindestens 32,8 Millionen US-Dollar untermauert diese Entwicklung. Für 2026 erwartet das Management einen weiteren Anschlussauftrag der US-Regierung.
Leben nach dem US-Rückzug
Deutlich komplexer stellt sich die Lage beim Chikungunya-Vakzin IXCHIQ dar. Nach der vorübergehenden FDA-Aussetzung im Sommer 2025 zog Valneva die US-Zulassungsanträge zu Beginn dieses Jahres endgültig zurück. Außerhalb der USA bleibt das Präparat auf dem Markt und generierte 2025 immerhin 8,4 Millionen Euro Umsatz. An der Börse wird die Aktie nach den jüngsten Entwicklungen vorsichtig gehandelt. Zuletzt verzeichnete das Papier einen Tagesverlust von 3,27 Prozent und notiert aktuell bei 4,37 Euro.
Mit einer Kassenposition von 109,7 Millionen Euro am Jahresende 2025 sieht sich Valneva operativ handlungsfähig. Für das laufende Jahr peilt der Vorstand Produktumsätze zwischen 145 und 160 Millionen Euro an. Der erwartete Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert primär aus dem geplanten Abbau von Drittproduktverkäufen.
Wichtige Meilensteine im Sommer
Der Fokus verschiebt sich nun zunehmend auf die klinische Pipeline. Mitte 2026 erwartet Valneva Phase-2-Daten für den einlizenzierten Shigella-Impfstoffkandidaten S4V2. Fallen zudem die Ergebnisse für den Borreliose-Kandidaten VLA15 positiv aus, plant Partner Pfizer noch in diesem Jahr die Einreichung der Zulassungsunterlagen. Eine erfolgreiche Vermarktung dieses Kandidaten würde Valneva nach Einschätzung des Managements den Weg in die Profitabilität ebnen.
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