Wenige Tage vor der Präsentation der Quartalszahlen gerät Valneva erneut ins juristische Visier. Die Kanzlei Pomerantz prüft mögliche rechtliche Schritte wegen Wertpapierbetrugs. Das sorgt für zusätzliche Nervosität bei einem ohnehin angeschlagenen Aktienkurs.
Der Streit um die Borreliose-Daten
Im Zentrum der Ermittlungen steht eine Pressemitteilung vom 23. März 2026. Valneva und Entwicklungspartner Pfizer hatten die Phase-3-Daten ihres Borreliose-Impfstoffkandidaten als positiv bewertet. Allerdings verfehlte das Vakzin den primären Endpunkt aufgrund einer zu geringen Krankheitsinzidenz. Der Markt strafte die Aktie auf diese Nachricht hin mit einem Kurssturz von 37 Prozent ab.
Trotz des statistischen Fehlschlags halten die Unternehmen an dem Programm fest. Für die zweite Jahreshälfte sind Zulassungsanträge bei der US-Behörde FDA und der europäischen EMA geplant. Ein Erfolg würde Meilensteinzahlungen von bis zu 143 Millionen US-Dollar sowie prozentual zweistellige Lizenzgebühren freischalten.
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Frisches Kapital und tiefe Gräben
Um die anstehenden regulatorischen Prozesse zu finanzieren, hat sich das Management frischen Spielraum verschafft. Eine geschlossene Kapitalerhöhung spült bis zu 84 Millionen Euro in die Kasse. Davon fließen 37 Millionen Euro sofort in die Bilanz. Bestandsaktionäre müssen im Gegenzug eine Verwässerung von rund neun Prozent hinnehmen.
An der Wall Street sorgt die Gemengelage für extreme Meinungsverschiedenheiten. Während Jefferies ein Kursziel von 15 US-Dollar ausgibt, rät Goldman Sachs zum Verkauf. Die Investmentbank taxiert den fairen Wert auf lediglich 2,15 Euro und verweist auf Rückschläge wie den freiwilligen Rückzug des Chikungunya-Impfstoffs Ixchiq in den USA.
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Am Aktienmarkt spiegelt sich diese Skepsis deutlich wider. Mit einem aktuellen Kurs von 2,42 Euro notiert das Papier in greifbarer Nähe seines Jahrestiefs. Seit Anfang Januar hat der Titel fast 37 Prozent an Wert verloren.
Am 13. Mai präsentiert Valneva die Ergebnisse für das erste Quartal. Analysten von Guggenheim rechnen mit einem Umsatz von gut 49 Millionen Euro, was spürbar über den Markterwartungen liegt. Das Management muss in dem anstehenden Webcast nicht nur die operativen Zahlen verteidigen, sondern auch konkrete Antworten zur juristischen Belastung und zur Reichweite der Barreserven liefern.
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