Der VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF startet mit Rückenwind in die zweite Jahreshälfte. Im Mittelpunkt steht eine ungewöhnlich dichte Welle an Dividendenerhöhungen — ausgelöst durch die jüngsten Stresstests der US-Notenbank.

Banken erhöhen nach Fed-Stresstest

Acht große Finanzinstitute haben Ende Juni ihre Ausschüttungen angehoben. Auslöser war das erfolgreiche Bestehen der jährlichen Fed-Regulierungsprüfungen. Bank of America erhöht ihre Dividende im Juli — zum 13. Mal in Folge. Das ist kein Zufall: Der ETF selektiert die 100 dividendenstärksten Aktien entwickelter Märkte nach Nachhaltigkeits- und Wachstumskriterien. Solche Serien sind genau das, worauf die Strategie abzielt.

Hinzu kommt Konsumgüterhersteller Clorox. Das Unternehmen setzt im Juli seinen 49-jährigen Erhöhungsstreak fort. Finanzwerte und Basiskonsumgüter liefern damit gemeinsam den stärksten Impuls für den Monat.

Einzelwerte mit gemischter Bilanz

Verizon Communications bleibt ein zentraler Baustein im Portfolio. Die Aktie bietet eine Dividendenrendite von rund 6,1 Prozent — bei einer Quartalszahlung von 0,7075 Dollar je Aktie. Institutionelle Investoren haben ihre Positionen im ersten Quartal 2026 ausgebaut. Am 24. Juli legt Verizon Quartalszahlen vor.

Eastman Chemical zeigt operative Stärke. Das Recycling-Geschäft in Kingsport trug 2025 rund 60 Millionen Dollar zum Ergebnis bei. Für 2026 plant das Unternehmen weitere 30 Millionen Dollar aus diesem Bereich. Die Dividende wächst seit 16 Jahren ununterbrochen.

Im Industriesektor sorgt Intertek für Bewegung. Der Konzern zahlte zuletzt eine Schlussdividende von 107,7 Pence — während ein mögliches Übernahmegebot des Finanzinvestors EQT im Raum steht.

Geopolitik drückt auf Inflationserwartungen

Die Marktturbulenz der vergangenen Woche hatte laut Goldman Sachs weniger makroökonomische als strukturelle Ursachen. Extreme Positionierungen in KI-Aktien und anschließende Rebalancing-Bewegungen belasteten technologielastige Indizes. Dividendenorientierte Portfolios federten den Druck ab.

Brent-Rohöl notiert inzwischen über 108 Dollar. Geopolitische Spannungen rund um den Iran treiben den Preis. Manche Schätzungen sehen die Inflation auf dem Weg Richtung 4 Prozent. Für Energiewerte im Portfolio stützt das die Ausschüttungskapazität.

Der ETF schloss die letzte vollständige Handelswoche im Juni bei 51,98 Euro — ein Wochenplus von 0,29 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Zuwachs von 7,49 Prozent. Mit einem RSI von 47 signalisiert der Fonds neutrale Dynamik. Das April-Hoch bei 54,48 Euro liegt noch 4,6 Prozent entfernt — ein Niveau, das bei anhaltenden Dividendenerhöhungen wieder in Reichweite rücken könnte.