VanEck Global Mining: 150.000-Tonnen-Kupferdefizit 2026

Ein strukturelles Kupferdefizit von 150.000 Tonnen drückt auf den VanEck Global Mining ETF, der trotz Jahresplus aktuell nachgibt.

VanEck Global Mining UCITS A Aktie
Kurz & knapp:
  • Kupfermarkt rutscht ins Defizit
  • ETF verliert 0,85 Prozent am Dienstag
  • Monatsminus von über zehn Prozent
  • Jahresbilanz bleibt positiv

Die Kupferindustrie steuert auf ein strukturelles Defizit zu. Für 2026 prognostizieren Analysten einen Verknappung von 150.000 Tonnen – ein radikaler Umschwung vom zuvor erwarteten Überschuss. Das Problem: Kupferkonzentrat wird knapp, Schmelzkapazitäten sind ausgelastet. Die Minenförderung legt zwar um 2,3 Prozent zu, das reicht aber nicht.

Die Raffinadeproduktion wächst 2026 nur noch um 0,9 Prozent. Im Vorjahr waren es 3,4 Prozent. Gleichzeitig treibt die Energiewende die Nachfrage. Kein Wunder, dass die London Metal Exchange mit Durchschnittspreisen von 12.100 Dollar pro Tonne rechnet. Goldman Sachs geht kurz- bis mittelfristig von 10.000 bis 11.000 Dollar aus, langfristig sogar von 15.000 Dollar bis 2035.

Ein Problem bleibt: Die Erzgehalte in Minen sinken stetig. Für die gleiche Menge Kupfer muss mehr Gestein verarbeitet werden. Das treibt Energieverbrauch und Kosten in die Höhe.

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ETF-Rücksetzer trotz positiver Jahresbilanz

Der VanEck Global Mining UCITS A bildet den S&P Global Mining Reduced Coal Index ab. Das Portfolio umfasst Minenkonzerne wie BHP Group, Newmont, Rio Tinto und Freeport-McMoRan. Das Fondsvermögen liegt bei 1,9 Milliarden Dollar.

Der ETF notiert am Dienstag bei 53,54 Euro – ein Minus von 0,85 Prozent zum Vortag. Auf Monatssicht gibt es sogar 10,20 Prozent nach. Der RSI von 39,5 signalisiert leichte Unterkühlung. Trotz der jüngsten Schwäche hält der Fonds seit Jahresbeginn ein Plus von 9,47 Prozent.

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Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 66,50 Euro beträgt knapp 19 Prozent. Das Hoch stammt vom März 2026.

Markt im Umbruch

Der globale Bergbaumarkt soll 2026 rund 2.160 Milliarden Dollar erreichen. Bis 2030 erwarten Experten ein Volumen von 2.760 Milliarden Dollar. Fitch Ratings sieht den Sektor neutral aufgestellt, prognostiziert aber einen Nachfrageanstieg für Kupfer und Aluminium um 2,0 bis 2,5 Prozent.

Die treibenden Kräfte: lockere Fiskalpolitik und massive Investitionen in die Energiewende. Geopolitische Spannungen könnten die Branche zusätzlich beeinflussen. Der ETF profitiert von seiner breiten Streuung über Edel- und Industriemetalle – und filtert gleichzeitig Unternehmen mit hohen Kohleanteilen heraus. Das macht ihn zum Instrument für Anleger, die auf die Rohstoffwende setzen, ohne Einzelaktienrisiken tragen zu wollen.

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