Die Goldminen-Branche liefert. Mit den starken Quartalszahlen des Schwergewichts Newmont setzt der Sektor ein deutliches Zeichen für die laufende Berichtsaison. Newmont bildet mit einer Gewichtung von über zehn Prozent die wichtigste Position im VanEck Gold Miners ETF.
Der Branchenprimus meldet für das zweite Quartal 2026 einen bereinigten Gewinn von 2,10 US-Dollar je Aktie. Damit übertrifft das Unternehmen die Markterwartungen deutlich. Ein realisierter Goldpreis von 4.414 US-Dollar pro Unze trieb das Ergebnis massiv an.
Der operative Cashflow kletterte parallel dazu auf 2,92 Milliarden US-Dollar. Dabei sank die Produktion leicht auf 1,29 Millionen Unzen Gold. Seismische Ereignisse in der Cadia-Mine sowie geplante Wartungsarbeiten bremsten die Förderung vorübergehend aus.
Fokus auf Barrick und Agnico Eagle
Die Profitabilität der Konzerne fußt auf einer historisch weiten Schere zwischen Kosten und Erlösen. Während die Gesamtkosten bei vielen Produzenten unter 2.000 US-Dollar verharren, lag der durchschnittliche Goldpreis zuletzt bei über 4.500 US-Dollar. Diese Margenstärke prägt das gesamte Portfolio des ETF.
Agnico Eagle und Barrick Gold stehen als nächste Schwergewichte im Rampenlicht. Analysten erwarten für das Duo einen kombinierten Gewinn von fast 3,5 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert noch bei 2,4 Milliarden US-Dollar.
An der Börse zahlt sich die Hebelwirkung der Minenaktien aus. Der ETF legte auf Jahressicht um fast 40 Prozent zu. Physisches Gold stieg im gleichen Zeitraum lediglich um rund 19 Prozent.
Volatilität durch Goldpreis-Delle
Zuletzt geriet der Sektor allerdings unter Druck. Der Goldpreis fiel Mitte Juli zeitweise unter die Marke von 4.000 US-Dollar. Das weckte das Interesse von Leerverkäufern und sorgte für Schwankungen beim ETF-Kurs von aktuell rund 75,50 US-Dollar.
Trotz dieser kurzfristigen Delle bleibt die Kapitaldisziplin hoch. Newmont schüttet eine Quartalsdividende von 0,26 US-Dollar je Aktie aus. Hinzu kommen umfangreiche Aktienrückkäufe, die den Wert für Anteilseigner stabilisieren.
Die kommenden Tage entscheiden über den nächsten Trend. Am 29. Juli legen Agnico Eagle und Kinross Gold ihre Bilanzen vor. Die hohen Cashreserven der Branche könnten dabei den Weg für weitere milliardenschwere Aktienrückkäufe ebnen.
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