Verizon Aktie: Glasfaser-Deal zahlt sich aus

Verizon meldet über eine Million Neukunden im letzten Quartal und profitiert von der Glasfaser-Übernahme. Die Dividendenrendite liegt bei über 6 Prozent, während die Verschuldung hoch bleibt.

Verizon Aktie
Kurz & knapp:
  • Stärkster Kundenanstieg seit sechs Jahren
  • Dividendenrendite von über sechs Prozent
  • Hohe Verschuldung von 140 Milliarden Dollar
  • Erwarteter Rekord-Cashflow für 2026

Verizon meldet den stärksten Kundenzuwachs seit sechs Jahren. Mit über einer Million Neukunden im vierten Quartal 2025 und einer Dividendenrendite von 6,7 Prozent zeigt der US-Telekom-Riese, dass die 20 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Frontier Communications erste Früchte trägt.

Rekordzahlen nach langer Durststrecke

Lange stand Verizon im Schatten von T-Mobile US, der mit einer Marktkapitalisierung von über 220 Milliarden Dollar zum wertvollsten Mobilfunker der Welt aufgestiegen ist. Das vierte Quartal 2025 markiert nun die Wende. Von den mehr als einer Million Neukunden entfallen 616.000 auf lukrative Postpaid-Verträge mit fester Laufzeit. Der Umsatz kletterte auf 36,4 Milliarden Dollar, das operative Ergebnis erreichte im Gesamtjahr 2025 stolze 50 Milliarden Dollar.

Der Clou: Am 20. Januar 2026 wurde die Übernahme von Frontier Communications finalisiert. Verizon erreicht damit fast 30 Millionen Haushalte in 31 Bundesstaaten mit Glasfaseranschlüssen. Die Bündelung von Festnetz und Mobilfunk senkt die Kundenabwanderung deutlich. Wer alle Dienste aus einer Hand bezieht, wechselt seltener zur Konkurrenz.

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11,4 Milliarden Dollar für Aktionäre

Verizon schüttet jährlich rund 11,4 Milliarden Dollar an seine Aktionäre aus. Bei einem aktuellen Kursniveau ergibt das eine Rendite zwischen 6,1 und 6,7 Prozent. Die Ausschüttungsquote liegt bei etwa 60 bis 70 Prozent. CEO Andrew Kerins bezeichnet die Dividende als „unantastbar“. Seit 19 Jahren steigt die Ausschüttung kontinuierlich, wenn auch in kleinen Schritten von etwa 2 Prozent pro Jahr.

Die Kehrseite: Eine Nettoverschuldung von fast 140 Milliarden Dollar. Das entspricht etwa dem 2,3-fachen des EBITDA. Für einen Versorger mit planbaren Cashflows ist das noch im grünen Bereich. Ratingagenturen wie S&P bewerten die Kreditwürdigkeit stabil mit BBB+.

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Cashflow-Rekord für 2026 erwartet

Das Management rechnet für 2026 mit einem freien Cashflow von mindestens 21,5 Milliarden Dollar. Das wäre der höchste Wert seit 2020. Als Wachstumstreiber sieht Verizon vor allem zwei Bereiche: Fixed Wireless Access, bei dem das schnelle 5G-Netz das Internetkabel im Haus ersetzt, zählt bereits 5,7 Millionen Kunden. Private 5G-Netzwerke für Fabriken oder Logistikzentren sollen nach Expertenschätzungen bis 2030 jährlich um bis zu 38 Prozent wachsen.

Mit einem KGV von etwa 9 erscheint die Bewertung günstig. Addiert man die Dividende von rund 6 Prozent und ein moderates Kurspotenzial von 3,5 Prozent, ergibt sich eine Gesamtrendite von fast 10 Prozent. Die Aktie ist derzeit eine Wette auf die erfolgreiche Integration von Frontier und strikte Kostendisziplin.

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Über Dieter Jaworski 1458 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

Meine Expertise & Arbeitsweise: Transparenz und klare Regeln

Mein Ansatz kombiniert tiefes Fachwissen mit praktischer Erfahrung. Meine Kernkompetenzen umfassen die präzise Aktienanalyse anhand quantitativer und qualitativer Faktoren, die Entwicklung langfristiger Vermögensaufbaustrategien und diszipliniertes Risikomanagement.

Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

  • Transparenz: Alle Trades im Wikifolio sind öffentlich einsehbar.
  • Substanz: Investitionen nur auf Basis solider Kennzahlen (Umsatz, Gewinn, Cashflow etc.).
  • Disziplin: Regelbasiertes Handeln zur Vermeidung emotionaler Fehlentscheidungen.
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