Viking Therapeutics treibt das klinische Programm für seinen zentralen Hoffnungsträger weiter voran. Am gestrigen Dienstag startete das Biotech-Unternehmen den zweiten Teil seiner Erhaltungsstudie für den Wirkstoffkandidaten VK2735. An der Börse gab die Aktie am selben Tag um 3,3 Prozent auf 25,25 Euro nach.
Orale Dosierung und längere Intervalle
Im Mittelpunkt des neuen Studienabschnitts steht die Frage, wie ein einmal erreichter Gewichtsverlust dauerhaft erhalten werden kann. Nach einer initialen Behandlungsphase von 21 Wochen mit wöchentlichen Injektionen testen die Forscher alternative Verabreichungsformen.
Vorgesehen ist die Erprobung von täglichen sowie wöchentlichen oralen Dosierungen. Parallel dazu werden weniger häufige Injektionen verabreicht. An diesem zweiten Studienteil sollen schätzungsweise 195 Erwachsene mit Adipositas teilnehmen.
Mit dieser Untersuchung zielt das Unternehmen auf einen wichtigen Aspekt moderner Adipositas-Therapien ab. Viele Patienten suchen nach einfacheren Einnahmeformen, die ohne regelmäßige Spritzen auskommen. Eine wirksame Erhaltungstherapie in Tablettenform könnte die Marktchancen des Wirkstoffkandidaten deutlich verbessern.
Frühere Daten und Zeithorizont bis 2027
Erste Ergebnisse aus diesem zweiten Studienteil stellt das Management allerdings erst für das Jahr 2027 in Aussicht. Für Anleger bedeutet dies eine längere Wartezeit, bis belastbare Daten zur Wirksamkeit der veränderten Verabreichungsformen vorliegen.
Im vorangegangenen ersten Teil der Erhaltungsstudie hatte der Wirkstoff bereits eine deutliche Gewichtsreduktion gezeigt. Die behandelten Gruppen wiesen nach wöchentlichen Injektionen einen Gewichtsverlust von etwa 16 bis 19 Prozent auf. Dabei wurden ebenfalls bereits verlängerte Injektionsabstände getestet.
Finanzielle Basis nach Kapitalmaßnahme
Um die klinischen Studien abzusichern, hatte sich Viking Therapeutics vor gut einer Woche frische Liquidität gesichert. Das Unternehmen schloss zeitgleiche Platzierungen von Stammaktien sowie einer mit 2,00 Prozent verzinsten Wandelanleihe ab. Durch die vollständige Ausübung der Optionen der Konsortialbanken belief sich der Bruttoerlös auf rund 575 Millionen $. Seither verzeichnete die Aktie einen Rückgang von 10,0 Prozent.
Medienberichten zufolge wirkten vor allem Befürchtungen über eine Verwässerung der Altaktionäre belastend auf das Papier. Zudem spielten nach der vorangegangenen Kursrally rund um die ersten Studiendaten mögliche Gewinnmitnahmen eine Rolle.
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