Unter dem Ausgabepreis, aber billiger als fast jeder Konkurrent im Sektor. Diese Spannung prägt VINCORION sechs Wochen nach dem Börsendebüt.
Bewertung im Vergleich
Mit einem KGV von rund 46 auf Basis der 2025er-Ergebnisse wirkt die Aktie zunächst teuer. Im Rüstungssektor relativiert sich das schnell: HENSOLDT kommt auf 95, RENK auf 53, Rheinmetall auf mehr als das Hundertfache des Jahresgewinns. Verglichen damit ist VINCORION der günstigste Wert im deutschen Verteidigungssektor.
Die Fundamentaldaten stützen diese Einschätzung. Der Umsatz stieg 2025 um 18 Prozent auf 240,3 Millionen Euro. Das EBIT legte um 64 Prozent auf 33,7 Millionen Euro zu. Der Nettogewinn verdoppelte sich auf 19,4 Millionen Euro — ein Wachstumsrhythmus, den viele Wettbewerber nicht vorweisen können.
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Stabiles Fundament, strukturelles Risiko
55 Prozent des Umsatzes stammen aus dem Aftermarket-Geschäft: Wartung, Ersatzteile, Modernisierung. Das sorgt für planbare Einnahmen. Ein Auftragsbestand von 1,1 Milliarden Euro und ein NSPA-Rahmenvertrag über 60 Millionen Euro bis 2030 geben zusätzliche Sicherheit.
Für 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 280 und 320 Millionen Euro an. Das wäre ein Wachstum von bis zu 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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Ein strukturelles Risiko bleibt: Der Börsengang im März 2026 war ein reiner Exit für Finanzinvestor STAR Capital. Kein frisches Kapital floss ins Unternehmen. Die ambitionierten Wachstumspläne stützen sich vollständig auf intern erwirtschaftete Mittel. Das funktioniert — solange Aufträge schnell genug abgearbeitet werden können. Die Produktionskapazitäten in Deutschland und den USA müssen dafür mithalten.
Was jetzt zählt
Im Mai legt VINCORION den ersten Quartalsbericht als börsennotierter Konzern vor. Er wird zeigen, ob steigende europäische Verteidigungsbudgets bereits in feste Aufträge umgewandelt wurden. Fidelity, Invesco und T. Rowe Price haben beim IPO gemeinsam Kaufzusagen über 105 Millionen Euro bereitgestellt — das Interesse institutioneller US-Investoren ist real.
Der zweite Stichtag folgt im Herbst: Dann endet die 180-tägige Lock-up-Frist für den 47,5-Prozent-Anteil von STAR Capital. Sollte der Investor dann verkaufen, käme ein erhebliches Aktienpaket auf den Markt.
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