VINCORION: Erholung um 12 Prozent nach Greenshoe-Ende

Nach Börsendebüt-Rückschlag erholt sich Vincorion. Greenshoe-Ablauf und Lock-up-Frist stützen den Kursanstieg.

VINCORION Aktie
Kurz & knapp:
  • Greenshoe-Option von J.P. Morgan abgelaufen
  • STAR Capital-Anteil unter 50 Prozent gesunken
  • Kursanstieg von zwölf Prozent in sieben Tagen
  • Erster Quartalsbericht am 7. Mai erwartet

Nach einem holprigen Börsendebüt schwimmt Vincorion erstmals frei. Der anfängliche Kursrutsch von rund 20 Prozent scheint verdaut. In den vergangenen sieben Handelstagen legte das Papier um knapp zwölf Prozent zu — ganz ohne formale Kursstützung durch Banken.

Die regulatorische Basis dafür liefert eine aktuelle Stimmrechtsmitteilung. Die Greenshoe-Option des Stabilisierungsmanagers J.P. Morgan ist abgelaufen. Dadurch rutscht der Stimmrechtsanteil des Mehrheitsaktionärs STAR Capital dauerhaft unter die Marke von 50 Prozent. Der steigende Streubesitz spielt nun institutionellen Ankeraktionären in die Karten.

Ein plötzlicher Ausverkauf durch den Altaktionär droht indes nicht. Der verbleibende Anteil von 47,5 Prozent unterliegt einer strengen Lock-up-Frist. Erst im Herbst dieses Jahres darf STAR Capital weitere Papiere auf den Markt bringen.

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Günstiger als die Konkurrenz

Im direkten Sektorvergleich bewertet der Markt den Neuling auffällig zurückhaltend. Auf Basis der Vorjahresergebnisse wird die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 46 gehandelt. Konkurrenten wie Renk rufen deutlich höhere Prämien auf. Branchengrößen vom Schlag eines Rheinmetall-Konzerns notieren sogar bei dreistelligen Werten.

Operativ liefert das Unternehmen ein solides Fundament. Im abgelaufenen Geschäftsjahr kletterte der Umsatz auf gut 240 Millionen Euro. Der Nettogewinn verdoppelte sich auf 19,4 Millionen Euro. Ein Auftragsbestand von über einer Milliarde Euro sichert die Auslastung für die nahe Zukunft.

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Den Kern dieses Wachstums bildet die sogenannte Obsoleszenzmitigation. Vincorion bringt veraltete Komponenten in bestehenden Militärsystemen auf den neuesten Stand. Diese Aufrüstung läuft meist über langfristige Serviceverträge. Das sorgt für planbare Einnahmen und überdurchschnittliche Margen.

Erster Härtetest im Mai

Für das laufende Jahr peilt der Vorstand einen Umsatz von bis zu 320 Millionen Euro an. Finanziert werden soll diese Expansion vollständig aus dem eigenen operativen Cashflow. Am 7. Mai liefert der erste Quartalsbericht den nächsten harten Datenpunkt. Dann rückt eine spezifische Metrik in den Fokus: Die exakte Aufteilung zwischen konkreten Neuaufträgen aus den steigenden europäischen Verteidigungsbudgets und dem klassischen Aftermarket-Geschäft.

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