Fast jede vierte frei handelbare Aktie von Virgin Galactic ist derzeit leerverkauft. Vor den Quartalszahlen am Donnerstag wächst die Skepsis massiv. Anleger blicken nun auf den Fortschritt der neuen Delta-Klasse.

Die Skepsis am Markt nimmt deutlich zu. Bis Mitte April stieg das Short Interest um mehr als 7 Prozent auf 19,62 Millionen Aktien. Damit wetten Investoren mit rund 27 Prozent des Streubesitzes auf fallende Kurse.

Die Aktie notierte zuletzt bei 2,94 US-Dollar. Damit bewegt sich das Papier gefährlich nah am Jahrestief von 2,13 US-Dollar. Ein Sprung über die Marke von 3 Dollar könnte hingegen Eindeckungskäufe auslösen.

Fokus auf die Delta-Klasse

Virgin Galactic hat den Betrieb des bisherigen Raumschiffs VSS Unity eingestellt. Das Management konzentriert alle Ressourcen auf die Entwicklung der Delta-Flotte. Diese neuen Schiffe sollen deutlich häufigere Flüge ermöglichen.

In diesem Quartal sollen die ersten Bodentests beginnen. Der kommerzielle Betrieb ist für den Herbst 2026 geplant. Höhere Flugfrequenzen sind die Voraussetzung für künftige Gewinne.

Verluste und Erwartungen für Q1

Am 14. Mai nach US-Börsenschluss veröffentlicht das Unternehmen seine Bilanz. Analysten erwarten einen Quartalsverlust von 0,79 US-Dollar je Aktie. Der Umsatz dürfte bei lediglich 0,20 Millionen US-Dollar liegen.

Die kommenden Monate entscheiden über die finanzielle Stabilität. Sollten die Bodentests der Delta-Klasse planmäßig verlaufen, könnte dies die Leerverkäufer zum Rückzug zwingen. Ohne operative Fortschritte bleibt die Liquidität das zentrale Risiko.