Virgin Galactic räumt auf. Das Unternehmen bereinigt juristische Altlasten und stellt die Weichen für den kommerziellen Betrieb der Delta-Klasse. Die Aktie kletterte am Mittwoch auf 3,61 Dollar und legte damit um fast acht Prozent zu.

Rechtsstreit beigelegt

Ein US-Gericht gab vorläufig grünes Licht für einen Vergleich über 2,75 Millionen Dollar. Damit legt der Konzern einen Rechtsstreit um irreführende Aussagen zur Sicherheit bei. Aktionäre hatten dem Management zuvor Versäumnisse in der Kommunikation vorgeworfen.

Auf der Hauptversammlung stimmten die Eigner für einen neuen Aktien-Anreizplan. Dieser umfasst rund 9,45 Millionen zusätzliche Anteile. Parallel dazu bestätigten die Aktionäre alle acht Verwaltungsratsmitglieder in ihren Ämtern.

Schuldenlast sinkt

Finanziell drückt Virgin Galactic auf die Bremse. Das Unternehmen tauschte Schulden in Höhe von 30,5 Millionen Dollar gegen neue Aktien. Dieser Schritt senkt die Zinslast und verbessert die Liquidität vor dem geplanten Marktstart.

Rund 172 Millionen Dollar an vorrangigen Anleihen bleiben vorerst bestehen. Die Rückzahlung dieser Summe steht erst im März 2028 an. Das Management verschafft sich so den nötigen Spielraum für die kommenden Monate.

Starttermin für Delta-Klasse steht

Der Fokus liegt nun vollständig auf dem Delta-Programm. Im dritten Quartal 2026 sollen die ersten Gleitflüge der neuen Raumschiffe starten. Das Unternehmen plant raketengetriebene kommerzielle Flüge für das vierte Quartal.

Die neuen Flugzeuge ermöglichen hohe Flugfrequenzen. Das Ziel sind acht bis zehn Missionen pro Monat. Ein Ticket kostet aktuell 750.000 Dollar.

Damit liegt das Papier seit Jahresbeginn knapp zehn Prozent im Plus. Die Anleger honorieren die Fortschritte bei der Schuldentilgung. Die kommenden Gleitflüge im Herbst 2026 werden zur nächsten Bewährungsprobe für das Vertrauen der Investoren.