Gute klinische Daten, trotzdem ein Kurssturz von 40 Prozent. Was nach einem Widerspruch klingt, ist heute Morgen bei Viridian Therapeutics bittere Realität – und die Hintergründe sind vielschichtiger als der erste Blick vermuten lässt.
Phase-3-Trial mit Licht und Schatten
Viridians Wirkstoff Elegrobart traf im REVEAL-1-Trial seinen primären Endpunkt klar. Bei aktiver Schilddrüsenaugenerkrankung (TED) erzielten Patienten in der Q4W-Dosierungsgruppe eine Ansprechrate von 54 Prozent auf Basis des Proptosis-Kriteriums, in der Q8W-Gruppe sogar 63 Prozent – verglichen mit 18 Prozent in der Placebogruppe. Zusätzlich zeigte sich bei der Q4W-Gruppe eine vollständige Auflösung von Doppeltsehen bei 51 Prozent der Patienten gegenüber 16 Prozent im Placebo-Arm. Das Sicherheitsprofil war unauffällig, hörrelevante Nebenwirkungen beschränkten sich auf Tinnitus ohne begleitenden Hörverlust.
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Klingt nach einem Erfolg. Und doch reagierten Anleger mit Verkäufen. Der Grund: Parallel laufen Studien zur subkutanen Darreichungsform des Wirkstoffs Elezanumab – und dort fielen die Ergebnisse schwächer aus als erhofft. Die Wirksamkeit bleibt hinter intravenösen Optionen zurück, was das Differenzierungspotenzial des subkutanen Auto-Injektors erheblich einschränkt.
Analysten kürzen Ziele, behalten aber Kaufvotum
Jefferies senkte das Kursziel für Viridian von 45 auf 29 Dollar, hält aber an der Kaufempfehlung fest. Die Analystin begründete den Schritt mit angepassten Umsatzerwartungen: Der risikogewichtete Peak-Sales-Ausblick für Elezanumab wurde auf 1,5 Milliarden Dollar reduziert. Gleichzeitig erhöhte Jefferies die Erfolgswahrscheinlichkeit für den Kandidaten – die Zulassungsfähigkeit der subkutanen Variante in aktiver TED wird also nicht grundsätzlich in Frage gestellt.
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Andere Häuser wie Stifel, Truist Securities und Leerink Partners hatten zuletzt ebenfalls Buy- beziehungsweise Outperform-Ratings mit Kurszielen zwischen 40 und 50 Dollar ausgegeben. Diese Einschätzungen entstammen allerdings dem Zeitraum vor den heutigen Daten und dürften in den nächsten Tagen überprüft werden.
Was bleibt – und was kommt
Viridian steht trotz des heutigen Einbruchs auf einer soliden operativen Basis. Das Unternehmen schloss das vierte Quartal 2025 mit einer Kassenposition von 875 Millionen Dollar ab. Ein weiterer TED-Kandidat, Veligrotug, befindet sich unter Priority Review bei der FDA mit einem PDUFA-Termin am 30. Juni 2026. Der nächste klinische Datenpunkt folgt bereits im zweiten Quartal: REVEAL-2 liest die Wirksamkeit von Elegrobart in chronischer TED aus. Erst danach dürfte sich zeigen, wie viel von der heutigen Neubewertung dauerhaft gerechtfertigt war.
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