Visa Aktie: Doppelschlag aus Washington!

Die Visa-Aktie verliert stark nach einem Doppelschlag aus Washington: Trumps Zinsobergrenze und ein neuer Gesetzentwurf bedrohen das Kerngeschäft des Zahlungsriesen.

Visa Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursverluste nach politischen Ankündigungen aus Washington
  • Trump fordert Deckelung der Kreditkartenzinsen
  • Neuer Gesetzentwurf zielt auf Interbankenentgelte
  • Branchenweite Verluste bei Kreditkartenunternehmen

Die Aktie von Visa stürzt weiter ab. Am Dienstag verlor das Papier erneut 5,2 Prozent und schloss bei 280,20 US-Dollar. Was ist passiert? Zwei politische Schläge innerhalb weniger Tage bringen den Zahlungsriesen unter massiven Druck.

Den ersten Tiefschlag versetzte US-Präsident Donald Trump am Freitag: Er forderte eine einjährige Deckelung der Kreditkartenzinsen auf zehn Prozent. Das allein ließ die Kurse bereits einbrechen. Doch es kam noch dicker.

Credit Card Competition Act verschärft die Lage

Am Dienstag folgte der nächste Hieb. Im US-Kongress wurde der Credit Card Competition Act vorgestellt – ein Gesetzentwurf, der direkt auf die Regulierung von Interbankenentgelten abzielt. Genau diese Gebühren sind ein zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells von Visa und Mastercard.

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Die Reaktion der Investoren war eindeutig: Flucht aus den Papieren. Nicht nur Visa wurde getroffen – auch Mastercard und American Express verzeichneten deutliche Verluste. Die gesamte Branche steht unter Beschuss.

Marktumfeld verschärft den Druck

Das Timing könnte kaum schlechter sein. Die US-Börsen zeigten sich am Dienstag ohnehin schwach. Der Dow Jones verlor 0,8 Prozent auf 49.192 Punkte, belastet vor allem durch die Kursverluste bei Visa, JP Morgan und Salesforce.

Die Inflationsdaten vom Dienstag lieferten keine Entwarnung. Die Verbraucherpreise stiegen weiter, insbesondere bei Lebensmitteln und Wohnkosten. Das spricht gegen baldige Zinssenkungen durch die Federal Reserve – ein weiterer Belastungsfaktor für wachstumsorientierte Titel.

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Politisches Risiko wird zur Realität

Was bedeutet das konkret? Trump setzt die Finanzbranche gezielt unter Druck. Die angekündigte Zinsobergrenze würde die Ertragskraft der Kreditkartenunternehmen empfindlich treffen. Der neue Gesetzesentwurf zielt zusätzlich auf die Gebührenstruktur – das Herzstück des Geschäftsmodells.

Die Kombination aus beiden Maßnahmen könnte die Gewinnmargen deutlich schrumpfen lassen. Investoren rechnen bereits mit nachhaltig niedrigeren Erträgen. Das erklärt die heftigen Kursreaktionen der vergangenen Tage.

Die Bären haben bei Visa klar das Ruder übernommen. Ob sich die Aktie zeitnah stabilisieren kann, hängt maßgeblich davon ab, wie konkret die politischen Drohungen umgesetzt werden.

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Über Dieter Jaworski 1215 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

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