Visa hat die eigenen Zahlen für das dritte Geschäftsquartal längst vorgelegt — jetzt ziehen die Analysten nach. Mehrere Häuser haben ihre Kursziele nach oben korrigiert, und die Begründung liefert das Zahlenwerk selbst: Der Zahlungsdienstleister verdient mehr, als der Markt erwartet hatte.
Umsatz und Gewinn schlagen die Erwartungen
Im Quartal bis Ende Juni kletterte der Erlös um 14 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar. Der bereinigte Nettogewinn legte um acht Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar zu. Beide Werte lagen über den Schätzungen der Wall Street.
Besonders kräftig wuchs das Geschäft mit Zusatzdienstleistungen wie Sicherheitslösungen, Marketing und Beratung — hier stand am Ende ein Plus von 34 Prozent. Großereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft dürften dazu beigetragen haben. Das US-Zahlungsvolumen wuchs im laufenden Quartal bislang um rund neun Prozent, hat sich damit aber gegenüber Juni etwas abgekühlt.
Kursziele klettern nach oben
Raymond James erhöhte sein Kursziel für Visa von 389 auf 406 Dollar und bestätigte die Einstufung „Outperform“. Als Argument nennt das Haus die Preissetzungsmacht des Unternehmens sowie die beschleunigte Entwicklung bei den Zusatzdienstleistungen. Deutsche Bank bekräftigte parallel dazu die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 430 Dollar und verwies auf die insgesamt starke Quartalsbilanz.
Die Visa-Aktie selbst reagierte im NYSE-Handel moderat positiv und bewegte sich zeitweise um 369,71 Dollar. Nach dem Tief im Frühjahr bei rund 295 Dollar hat sich der Titel technisch in einem stabilen Aufwärtstrend etabliert und zuletzt eine Widerstandszone bei 365 Dollar überwunden.
Sparkurs soll Investitionen finanzieren
Für die geplante Reduzierung der Belegschaft um sieben Prozent — umgerechnet etwa 2.600 Stellen — hat Visa gut eine halbe Milliarde Dollar an Abfindungen eingeplant. Der größte Teil der dadurch freiwerdenden Mittel soll nach Unternehmensangaben in strategische Initiativen zurückfließen, statt allein die Marge zu stützen.
Für das laufende Geschäftsjahr hebt Visa die Prognose für das währungsbereinigte Umsatzwachstum leicht an, um rund 50 Basispunkte. Beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnet das Management weiterhin mit einem Anstieg im mittleren zweistelligen Prozentbereich — nahe der von der Wall Street erwarteten 15 Prozent.
Visa-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Visa-Analyse vom 29. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Visa-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Visa-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Visa: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

