Voestalpine: 0,40 Euro Mindestdividende ab Juli

Voestalpine stellt auf der Hauptversammlung eine neue Dividendenpolitik mit Mindestausschüttung zur Abstimmung. Analysten zeigen sich trotz Kursrückgang optimistisch.

Voestalpine Aktie
Kurz & knapp:
  • Hauptversammlung am 1. Juli geplant
  • Neue Dividende: 0,40 Euro Mindestausschüttung
  • Operatives Ergebnis stieg um sieben Prozent
  • Barclays bestätigt Kursziel von 50 Euro

Operativ liefert Voestalpine solide Zahlen, an der Börse dominiert aktuell trotzdem die Skepsis. Der Aktienkurs gab am Freitag um gut zwei Prozent auf 41,52 Euro nach. Ein extrem niedriger RSI-Wert von 15,9 signalisiert eine stark überverkaufte Situation. Das fundamentale Bild des Linzer Stahlkonzerns erzählt indes eine andere Geschichte.

Neue Ausschüttungspolitik auf der Agenda

Der wichtigste Termin für Aktionäre rückt näher. Anfang Juni legt das Management den vollständigen Geschäftsbericht vor. Einen Monat später, auf der Hauptversammlung am 1. Juli, steht die neue Dividendenpolitik zur Abstimmung.

Diese sieht künftig eine feste Mindestausschüttung von 0,40 Euro je Aktie vor. Zusätzlich plant der Vorstand eine Ausschüttungsquote von 30 Prozent. Voraussetzung dafür ist, dass die Verschuldung des Konzerns moderat bleibt.

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Solide Basis trifft auf Analysten-Lob

Die Ausgangslage für den Jahresabschluss präsentiert sich robust. In den ersten neun Monaten stieg das operative Ergebnis (EBITDA) um gut sieben Prozent auf eine Milliarde Euro. Parallel dazu senkte der Konzern die Nettoverschuldung auf 1,4 Milliarden Euro.

Das entgeht auch den Experten nicht. Barclays bestätigte Mitte April das Kursziel von 50 Euro und rät weiterhin zur Übergewichtung der Aktie. Die Analysten loben die starke Cash-Generierung. Beim Jahres-EBITDA rechnen sie allerdings mit einem Wert leicht unterhalb der Mitte der Zielspanne. Das Unternehmen selbst peilt 1,4 bis 1,55 Milliarden Euro an.

Handelspolitik als zweischneidiges Schwert

Auf dem internationalen Parkett agiert der Konzern in einem gespaltenen Umfeld. Hohe US-Importabgaben auf Spezialrohre belasten das laufende Ergebnis mit bis zu 80 Millionen Euro. Da Voestalpine den Großteil des US-Absatzes direkt vor Ort produziert, hält sich der Schaden in Grenzen.

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Rückenwind kommt derweil aus Europa. Die EU verschärfte kürzlich ihre Importregeln drastisch und deckelt zollfreie Einfuhren auf 18,3 Millionen Tonnen jährlich. Alles darüber bestraft Brüssel mit einem Zoll von 50 Prozent. Das schirmt den Linzer Konzern vor Preisdruck durch asiatische Billigimporte ab.

Wandelanleihe und grüner Stahl

Um die Transformation abzusichern, besorgte sich das Unternehmen frisches Kapital. Über ein beschleunigtes Verfahren stockte Voestalpine eine bestehende Wandelanleihe um 35 Millionen Euro auf. Der Ausgabepreis lag bei gut 118 Prozent des Nennwerts.

Das frische Geld fließt direkt in den Konzernumbau. Im laufenden Monat startete die heiße Phase des milliardenschweren „greentec steel“-Programms. Ab Februar 2027 soll der erste Elektrolichtbogenofen in Linz planmäßig ans Netz gehen. Den nächsten echten Datenpunkt liefert das Management am 3. Juni mit dem vollständigen Geschäftsbericht.

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