Die Aktie des kanadischen Drohnen-Unternehmens hat in diesem Jahr eine fast schon unglaubliche Performance abgeliefert. Seit Jahresbeginn steht ein Kursgewinn von sagenhaften +263% zu Buche. Am vergangenen Freitag kam aber eine eiskalte Dusche für die Investoren. Das Papier verlor knapp 30%.
Starke Volatilität und „Pump-and-Dump“-Risiko

Volatus Aerospace zeigt eine extrem hohe Volatilität. Solche Aktien sind anfällig für „Pump-and-Dump“-Schemata, bei denen der Kurs künstlich nach oben getrieben wird, um dann von Insidern oder frühen Investoren abverkauft zu werden, was zu einem schnellen Absturz führt. Die Aktie war am 11. Juli 2025 mit -28,36 % bereits stark unter Druck, was auf eine hohe Empfindlichkeit hindeutet.

Insider-Verkäufe

Aktuelle Berichte vom 11. Juli 2025 weisen auf zwei große Insider-Verkäufe hin, darunter der CEO, der rund 7.300 Aktien verkauft hat. Obwohl diese als Teil langfristig angelegter Auszahlungspläne deklariert werden können, sind solche Verkäufe bei einer Aktie, die sich dynamisch aufwärts bewegt hat, oft kein positives Zeichen.

Kapitalerhöhung und Verwässerung

Volatus Aerospace hat kürzlich eine Kapitalerhöhung von bis zu 10 Millionen CAD (Non-Brokered LIFE Financing) angekündigt, um das Geschäft mit Drohnensystemen auszubauen. Während eine Finanzierung für Wachstum positiv sein kann, bedeutet eine Kapitalerhöhung in der Regel eine Verwässerung für bestehende Aktionäre.

Hohe Erwartungen und Bewertung trotz Verlusten

Der aktuelle Kursanstieg ist getrieben von positiven Nachrichten wie NATO-Verträgen und der Erschließung neuer Märkte (z.B. Öl- und Gasindustrie). Die Aktie spiegelt möglicherweise bereits sehr hohe Erwartungen an zukünftiges Wachstum wider. Wenn das Unternehmen diese Erwartungen nicht erfüllen kann, beispielsweise durch langsameres Umsatzwachstum oder anhaltende Verluste (es wird erwartet, dass Volatus frühestens 2027 in die Gewinnzone kommt), könnte dies zu einer Enttäuschung und einem Kursrückgang führen.