Auf der Hauptversammlung herrschte noch Einigkeit. Die Aktionäre winkten die Dividende durch. Am Tag danach folgte an der Börse der harte Aufprall. Volkswagen rutscht auf ein neues Jahrestief.
Ex-Dividende drückt den Kurs
Am Freitag handelte der Markt die Papiere erstmals mit dem Dividendenabschlag. Der Schlusskurs fiel um knapp fünf Prozent auf 80,54 Euro. Im Handelsverlauf markierte der Titel bei 79,02 Euro ein neues 52-Wochen-Tief.
Die Talfahrt beschleunigt sich. Seit Jahresanfang beläuft sich das Kursminus auf gut 24 Prozent. Der Abstand zur langfristigen Trendlinie wächst auf über 15 Prozent. Ein RSI-Wert von 29 signalisiert charttechnisch eine überverkaufte Lage.
Zuvor hatte die virtuelle Hauptversammlung klare Fakten geschaffen. Die Anteilseigner stimmten für eine Ausschüttung von 5,26 Euro je Vorzugsaktie. Das Geld fließt am 23. Juni auf die Konten.
Radikaler Umbau für mehr Rendite
Parallel dazu präsentierte das Management einen strengen Zukunftsplan. Acht Handlungsfelder sollen den Konzern umbauen. Im Fokus stehen der Abbau von Überkapazitäten und weniger Komplexität im Tagesgeschäft.
Das Ziel: Mehr Profitabilität. Bis 2030 plant Volkswagen eine operative Umsatzrendite von acht bis zehn Prozent. Der Netto-Cashflow der Autosparte soll stark steigen.
Der Blick auf den Sommer
Die reine Ankündigung von Zielen reicht dem Kapitalmarkt aktuell nicht. Investoren fordern belastbare Fortschritte bei den Kosten und der Elektromobilität. Am 24. Juli legt Volkswagen den Halbjahresbericht vor. Dann muss der Vorstand beweisen, dass die Sparmaßnahmen im schwierigen Marktumfeld greifen.
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