Volkswagen zahlt trotz Gewinneinbruch eine Dividende von 5,20 Euro je Aktie — und wer jetzt einsteigt, kassiert eine Rendite von rund sechs Prozent. Ein attraktiver Wert auf dem Papier. Dass er so hoch ausfällt, liegt aber vor allem daran, dass der Kurs seit Jahresbeginn fast 18 Prozent verloren hat.
Gewinnhalbierung als Hintergrund
Die Zahlen für 2025 machen deutlich, warum die Aktie unter Druck steht. Das operative Ergebnis brach um 53 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro ein. Der Nettogewinn halbierte sich nahezu auf 6,9 Milliarden Euro — obwohl der Umsatz mit rund 322 Milliarden Euro weitgehend stabil blieb. Als Ursachen nannte der Konzern US-Zölle, Währungseffekte und einen strategischen Kurswechsel bei der Porsche-Beteiligung.
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Auf diese Ausgangslage reagiert Volkswagen mit einem der größten Sparprogramme der Unternehmensgeschichte: Bis 2030 sollen konzernweit rund 50.000 Stellen in Deutschland wegfallen. Allein bei der Kernmarke sind es 35.000, bei Audi bis zu 7.500, bei Porsche 3.900.
Modelloffensive und offene Standortfrage
Parallel zum Stellenabbau setzt der Konzern auf eine Produktoffensive. Für 2026 sind mehr als 20 neue oder überarbeitete Modelle geplant, mit besonderem Fokus auf Kleinwagen. In China, wo Volkswagen besonders unter Druck steht, sollen allein 20 neue Modelle mit Batterie- oder Hybridantrieb starten. Im März lief zudem die Produktion des ID. UNYX 08 an — Volkswagens erstes vollelektrisches SUV, das auf einem Fahrerassistenz-Chip des chinesischen Herstellers Xpeng basiert.
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Ungelöst bleibt die Situation in Osnabrück. Nachdem Rheinmetall Mitte März einen Kauf des bedrohten Werks abgelehnt hatte, laufen nun Gespräche mit dem israelischen Rüstungskonzern Rafael Advanced Defence Systems über eine mögliche Nutzung als Produktionsstandort für Komponenten des Iron-Dome-Systems. Alle 2.300 Arbeitsplätze würden dabei erhalten bleiben, berichtet die Financial Times. Ein VW-Sprecher bestätigte lediglich, dass weiterhin tragfähige Perspektiven für den Standort nach dem Auslaufen der aktuellen Fertigung 2027 geprüft werden.
Für 2026 erwartet Volkswagen ein Umsatzwachstum von bis zu drei Prozent und eine operative Marge zwischen 4,0 und 5,5 Prozent — eine vorsichtige Erholung, aber kein Aufbruchssignal. Die Quartalszahlen für das erste Quartal legt der Konzern am 30. April vor. Der Ex-Tag für die Dividende folgt am 19. Juni 2026.
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