Der April wird für Volkswagen zum Stresstest auf zwei Ebenen. Mitte des Monats feiert der ID.3 Neo seine Weltpremiere — zunächst als seriennahe Studie —, Ende April folgen die Quartalszahlen für Q1 2026. Beides zusammen könnte die Stimmung rund um die Vorzugsaktie maßgeblich drehen, oder weiter belasten.
ID.3 Neo: Echte Tasten, mehr Reichweite
Volkswagen hat den Nachfolger des ID.3 technisch grundlegend überarbeitet. Die vielkritisierten Touch-Flächen weichen echten Lenkradtasten, One-Pedal-Driving hält Einzug, und die Reichweite klettert auf bis zu 600 km WLTP. Zwei Akkuvarianten stehen zur Wahl: 58 kWh LFP mit 140 kW oder 79 kWh mit 170 kW. Der Einsatz günstigerer LFP-Zellen soll helfen, die Kosten zu stabilisieren — ein wichtiges Signal angesichts des anhaltenden Margendrucks.
Neu ist außerdem die V2L-Funktion, mit der externe Geräte mit bis zu 3,6 kW geladen werden können, sowie ein App-Store im Infotainmentsystem, über den Funktionen fahrzeugspezifisch aktiviert werden können.
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Der ID.3 Neo ist dabei nur ein Baustein. Ende April startet der Bestellprozess für den ID. Polo, der ID. Cross folgt ab Herbst 2026 zu einem Einstiegspreis von rund 28.000 Euro. Im FAW-Joint-Venture plant Volkswagen ab 2026 elf neue Modelle, sechs davon rein elektrisch — die Entwicklungskosten sollen durch eine neue Plattform um bis zu 40 Prozent sinken.
Quartalszahlen als eigentlicher Prüfstein
Am 30. April veröffentlicht Volkswagen den Zwischenbericht für Q1 2026. Der finanzielle Hintergrund ist belastet: Der Nettogewinn brach 2025 von 12,4 auf 6,9 Milliarden Euro ein, die Dividende wurde erneut gekürzt. Für 2026 stellt der Konzern bestenfalls drei Prozent Umsatzwachstum und eine operative Marge von 4,0 bis 5,5 Prozent in Aussicht. Seit Jahresbeginn hat die Vorzugsaktie rund 15,7 Prozent verloren.
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Parallel investiert Volkswagen bis zu 90 Millionen Euro in das Werk Zwickau, das zum Kompetenzzentrum für Kreislaufwirtschaft ausgebaut wird — 1.000 Arbeitsplätze sollen damit gesichert werden.
Ob die Produktpremieren erste Nachfrageimpulse setzen und die Q1-Zahlen zumindest keine weiteren Rückschläge liefern, entscheidet sich bis Ende April. Die nächste Dividende von 5,26 Euro je Aktie ist für den 23. Juni geplant — bei aktuellem Kursniveau entspricht das einer Rendite von rund 6 Prozent.
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