Der Wolfsburger Autokonzern zieht nach einem verheerenden Geschäftsjahr 2025 die Reißleine. Ein massiver Profitabilitätsverlust und die tiefe Ertragskrise bei der Tochter Porsche zwingen das Management zu drastischen Einschnitten. Mit dem geplanten Abbau zehntausender Stellen reagiert Volkswagen auf den Margenverfall – doch reicht dieser Schritt, um die strukturellen Probleme in den Kernmärkten zu lösen?
Marge fällt auf Krisen-Niveau
Die Bilanz für das abgelaufene Jahr fällt ernüchternd aus. Der Nettogewinn sackte um 44 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro ab, während sich das operative Ergebnis auf 8,9 Milliarden Euro nahezu halbierte. Bei einem weitgehend stagnierenden Umsatz von rund 322 Milliarden Euro schrumpfte die operative Marge auf magere 2,8 Prozent. Ein derart niedriges Niveau verzeichnete der Konzern zuletzt auf dem Höhepunkt der Dieselkrise im Jahr 2016.
Porsche als Milliarden-Belastung
Die Antwort auf die Frage nach den Hauptursachen führt direkt zur eigentlich renditestarken Tochter Porsche. Das operative Ergebnis im Segment „Sport Luxury“ kollabierte um 98 Prozent auf lediglich 90 Millionen Euro. Verantwortlich für diesen Absturz sind Sonderkosten in Höhe von insgesamt 3,9 Milliarden Euro. Diese setzen sich aus drei zentralen Posten zusammen:
- 2,4 Milliarden Euro für die strategische Neuausrichtung auf Verbrennermodelle
- 700 Millionen Euro durch Belastungen durch US-Importzölle
- 700 Millionen Euro für die Abwicklung der Batterietochter Cellforce
Harte Einschnitte und Ausblick
Um die Fixkostenbasis zu senken und gegen Konkurrenten wie BYD auf dem chinesischen Markt zu bestehen, leitete CEO Oliver Blume ein beispielloses Sanierungsprogramm ein. Bis 2030 sollen in Deutschland rund 50.000 Stellen sozialverträglich abgebaut werden, wovon allein 35.000 auf die Kernmarke VW entfallen. Am Kapitalmarkt spiegelt sich die anhaltende Skepsis der Investoren bezüglich dieser Transformation wider: Die Aktie ging gestern bei 91,72 Euro aus dem Handel und verzeichnet damit seit Jahresbeginn bereits ein Minus von 13,55 Prozent.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 strebt das Management nun eine operative Marge zwischen 4,0 und 5,5 Prozent an. Die Tochter Porsche kalkuliert parallel mit einem Umsatz zwischen 35 und 36 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von bis zu 7,5 Prozent.
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