Volkswagen steckt in einem Dilemma. Während die Transportersparte im Gesamtjahr 2025 mit einem Minus von 2,1 Prozent auf 401.000 ausgelieferte Fahrzeuge enttäuschte, gibt es gleichzeitig Lichtblicke – und drastische Einschnitte. Bei der Tochter MAN wurde nun der Abbau von 2.300 Jobs in Deutschland besiegelt. München verliert 1.300 Stellen, Salzgitter 600 und Nürnberg 400. Die Einigung mit der IG Metall sieht eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2035 vor, betriebsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen. Bis 2028 sollen die Kosten um 900 Millionen Euro sinken.
Elektro-Bulli verdoppelt sich – reicht das?
Der ID. Buzz entwickelt sich zum Hoffnungsträger. Die Auslieferungen verdoppelten sich auf gut 60.000 Stück, beim Multivan ging es um ein Drittel nach oben auf knapp 39.000 Fahrzeuge. Beide Modelle markierten neue Bestwerte. In Europa kommt der ID. Buzz in seinem Segment auf einen Marktanteil von fast 25 Prozent. Doch Markenchef Stefan Mecha dämpfte die Euphorie: „Entscheidend für die Auslastung und die Kostenstruktur unserer Werke sind die absoluten Volumina – und die bleiben hinter den Erwartungen zurück, wenn der Gesamtmarkt nicht wächst.“
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Das Problem zeigt sich deutlich: Die Zuwächse bei ID. Buzz, Multivan, Caddy und Crafter konnten die Einbußen bei Transporter und Amarok nicht ausgleichen. Beide Modelle, gemeinsam mit Ford entwickelt, verbuchten deutliche Rückgänge.
China bleibt das Sorgenkind
Besonders bitter: In China geht der Absatz weiter zurück, während der Markt insgesamt wächst. Die Wolfsburger sehen bei Elektroautos nur noch die Rücklichter der lokalen Konkurrenz. Jahrelang war China der Wachstumsmotor, nun dreht sich die Dynamik ins Gegenteil. Die Problematik verschärft sich dadurch, dass MAN wesentliche Investitionen für die nächste Fahrzeuggeneration nach Osteuropa verlagert – ein Schritt, den die IG Metall kritisch sieht.
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Parallel dazu geriet die VW-Beteiligung Rivian unter Druck. Die Aktie verlor rund zehn Prozent, nachdem UBS-Analyst Joseph Spak die Bewertung nach dem starken Lauf 2025 als zu hoch einstufte. Das Kursziel hob er zwar von 13 auf 15 Dollar an, sieht aber dennoch Abwärtspotenzial.
Die VW-Aktie selbst verlor im XETRA-Handel zeitweise 1,11 Prozent auf 102,55 Euro. Der Konzern verspricht zwar, bis Ende 2030 fast eine Milliarde Euro in deutsche Standorte zu investieren. Ob das reicht, um die strukturellen Probleme zu lösen, bleibt fraglich. Die Bären haben derzeit das Heft in der Hand.
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