Volkswagen geriet am Freitag im Sog des breiten Abverkaufs am deutschen Aktienmarkt und der Schwäche im Autosektor unter Druck. Die Aktie verlor 2,5%. Zugleich bleibt der Ertragsausblick verhalten: Für 2026 erwartet Volkswagen eine berichtete operative Umsatzrendite von bis zu 1 Prozent.

Sondereffekte belasten das Ergebnis

Ohne Sondereffekte rechnet der Konzern mit einer operativen Umsatzrendite von rund 4 Prozent. Im berichteten Neunmonatszeitraum sank das operative Ergebnis um 99 Prozent auf 0,1 Milliarden Euro.

Negative Sondereffekte von 8,7 Milliarden Euro belasteten das Ergebnis.

Medienberichten zufolge stand der Kursrückgang am Freitag dagegen im Zusammenhang mit dem schwachen Markt- und Branchenumfeld, nicht mit einem einzelnen Volkswagen-Ereignis.

Niedrigeres Kursziel und berichteter Rückruf

JPMorgan senkte am 2. November das Kursziel für die Volkswagen-Vorzugsaktien von 110 auf 85 Euro. Die Bank beließ ihre Einstufung bei „Neutral“. Damit verringerte sie ihre Zielmarke, ohne zugleich das Anlageurteil zu ändern.

Daneben meldeten Medien am 2. November einen Rückruf von rund 72.700 Elektroautos wegen möglicher Batteriefehler. Betroffen seien unter anderem die Volkswagen-Modelle ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz sowie der Cupra Born. Bis zur Werkstattprüfung gelte dem Bericht zufolge eine Ladebegrenzung auf 80 Prozent.

Auch bei der Elektroautoentwicklung gibt es einen berichteten Investitionsvorbehalt: Laut Reuters pausierte Volkswagen die Entwicklungsarbeiten am künftigen elektrischen ID. Golf, um zunächst die erforderlichen Investitionen abzusichern. Die Nachrichtenagentur berief sich dabei auf eine interne Mitteilung von Markenchef Thomas Schäfer.