Der Wolfsburger Konzern liefert einen Paukenschlag: Der Netto-Cashflow im Automobilbereich erreichte 2025 rund sechs Milliarden Euro – eine glatte Milliarde mehr als im Vorjahr. Noch brisanter: Ursprünglich hatte das Management lediglich null Milliarden in Aussicht gestellt. Die Aktie schoss am Donnerstag um 5,8 Prozent auf 104,60 Euro nach oben.
Woher kommt der Geldsegen?
Die Antwort liegt in einer strategischen Kehrtwende. Volkswagen hat Investitionen zurückgefahren und Lagerbestände abgebaut. Projektverschiebungen und reduzierte Ausgaben in Forschung und Entwicklung schlugen positiv zu Buche. Das betriebsnotwendige Kapital – Vorräte, Lagerbestände, Forderungen – wurde deutlich effizienter verwaltet als geplant.
Auch die Nettoliquidität profitierte: Sie kletterte zum Jahresende von 31 auf 34 Milliarden Euro. Die Nutzfahrzeugholding Traton steuerte ebenfalls einen besseren Mittelzufluss bei, getrieben durch Verbesserungen bei MAN und Scania.
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Analysten überrascht, aber vorsichtig optimistisch
Am Markt hatte man lediglich mit knapp einer Milliarde Euro Zufluss gerechnet. Tom Narayan von RBC bestätigt das Kursziel von 135 Euro und bleibt bei „Outperform“. Philippe Houchois von Jefferies sieht den Cashflow-Anstieg als „willkommene Überraschung“ und hält am Kursziel von 140 Euro fest.
Doch Christian Frenes von Goldman Sachs dämpft die Euphorie. Zwar sei das Ergebnis positiv und signalisiere niedrigere Investitionen, aber: Es fehlen Details zur Nachhaltigkeit dieser Entwicklung. Goldman bleibt bei „Neutral“ mit Kursziel 106 Euro.
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Strukturumbau soll weitere Milliarde bringen
Parallel treibt Volkswagen die Zentralisierung voran. Ein neuer Markengruppenvorstand soll künftig markenübergreifende Entscheidungen bei VW Pkw, Skoda, Seat/Cupra und VW Nutzfahrzeuge treffen. Allein im Produktionsbereich soll diese Neuordnung bis 2030 Einsparungen von einer Milliarde Euro ermöglichen – auch durch den Abbau von Managerpositionen.
Für Anleger bleibt die Frage: Ist das der Wendepunkt oder nur eine Atempause? Die vollständigen Jahreszahlen am 10. März werden zeigen, ob hinter dem Cashflow-Sprung eine tragfähige Strategie steckt oder ob hier lediglich kurzfristige Effekte wirken. Vom Frühjahrs-Hoch 2021 bei über 250 Euro ist die Aktie jedenfalls noch meilenweit entfernt.
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