Der Wolfsburger Autoriese zieht die Notbremse bei seiner Elektrifizierungsstrategie und baut gleichzeitig die Führungsetage um. Während die Luxustochter Lamborghini überraschend das Aus für ihr erstes reines Elektroauto verkündet, soll ein neuer Technik-Vorstand bei Audi für Stabilität sorgen. Für Konzernchef Oliver Blume erhöht sich damit der Druck, am kommenden 10. März nicht nur Zahlen, sondern eine überzeugende Strategie für die Zukunft zu präsentieren.
Lamborghini stoppt Elektro-Pläne
Es ist ein deutliches Signal an die gesamte Branche: Lamborghini hat die Entwicklung des „Lanzador“, der als erster vollelektrischer Sportwagen der Marke für 2028 geplant war, komplett eingestellt. CEO Stephan Winkelmann begründete diesen Schritt mit einer ernüchternden Marktanalyse. Die Akzeptanz für reine Stromer gehe in der Zielgruppe der Ultra-Luxusmarke „gegen null“.
Stattdessen schwenken die Italiener auf eine Hybrid-Strategie um. Der Lanzador soll nun als Plug-in-Hybrid realisiert werden. Diese Entscheidung folgt auf ein Rekordjahr 2025, in dem Lamborghini fast 11.000 Fahrzeuge auslieferte – getrieben vor allem durch den Erfolg bestehender Hybrid-Modelle. Für Anleger ist dies ein zweischneidiges Schwert: Es zeigt einerseits Flexibilität, wirft aber andererseits Fragen zur langfristigen Elektro-Roadmap des Gesamtkonzerns auf.
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Personalbeben bei Audi
Die strategische Neuausrichtung hat personelle Konsequenzen, die bis zur Ingolstädter Tochter Audi reichen. Rouven Mohr, bisher CTO bei Lamborghini und Architekt der dortigen Hybridisierung, übernimmt ab dem 1. März 2026 das Technik-Ressort bei Audi. Er löst Geoffrey Bouquot ab, der den Posten keine zwei Jahre innehatte.
Diese Personalie ist brisant: Mohr ist bereits der zehnte Entwicklungschef bei Audi seit 2012. Die hohe Fluktuation auf dieser Schlüsselposition gilt als eines der Hauptprobleme der Marke, die zuletzt technisch oft das Nachsehen gegenüber der Konkurrenz hatte. Vom neuen Technik-Vorstand wird erwartet, dass er die erfolgreiche Hybrid-Expertise von Lamborghini auf die Volumenmodelle von Audi überträgt.
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Aktie sucht Boden
Die Unsicherheit über den künftigen Kurs spiegelt sich im Aktienkurs wider. Seit Jahresbeginn verlor das Papier 4,76 Prozent an Wert und notiert aktuell bei 101,05 Euro. Zwar konnte sich der Kurs vom 52-Wochen-Tief bei 83,16 Euro absetzen, doch die Volatilität bleibt mit über 26 Prozent hoch. Investoren warten ab, ob die strategischen Korrekturen greifen.
Sparprogramm und Bilanztermin
Der entscheidende Termin für Anleger ist der 10. März 2026. An diesem Tag veröffentlicht Volkswagen nicht nur den Geschäftsbericht für 2025, sondern CEO Oliver Blume wird auch Details zum massiven Sparprogramm offenlegen. Ziel ist eine Kostensenkung von 20 Prozent über alle Marken bis 2028. Angesichts des Stellenabbaus von geplanten 35.000 Stellen bis 2030 und der schwächelnden Nachfrage in China müssen Blume und Finanzvorstand Arno Antlitz beweisen, dass sie die Marge trotz des teuren Parallelbetriebs von Verbrennern und E-Antrieben stabilisieren können.
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