Der Wolfsburger Automobilriese hat am späten Mittwochabend vorläufige Zahlen präsentiert, die aufhorchen lassen. Der Netto-Cashflow im Automobilbereich erreichte rund 6 Milliarden Euro für 2025 – eine Milliarde mehr als im Vorjahr und deutlich über der eigenen Prognose von 0 Milliarden Euro. Die Nettoliquidität kletterte von 31 auf 34 Milliarden Euro, auch hier übertraf der Konzern seine im September gesenkte Erwartung von 30 Milliarden deutlich.
Verantwortlich für diese positive Entwicklung: eine geringere Mittelbindung im Working Capital sowie niedriger als geplante Investitionen in Sachanlagen, Forschung und Entwicklung. Im September hatte Volkswagen seine Prognosen noch nach unten korrigieren müssen – eine Milliarden-Belastung durch die Neuausrichtung der Modellpalette bei Porsche hatte die Renditeaussichten getrübt. Die aktuellen Zahlen zeigen nun: Der Konzern hat die Kurve bekommen.
Zwickau wird zum Recycling-Zentrum
Während die Finanzzahlen Anleger aufatmen lassen, startet Volkswagen parallel ein ambitioniertes Projekt in Sachsen. Ab 2030 sollen in Zwickau jährlich bis zu 15.000 Fahrzeuge zerlegt und aufbereitet werden – sowohl E-Autos als auch Verbrenner. Der Konzern investiert dafür bis zu 90 Millionen Euro, das Land Sachsen steuert weitere 10,8 Millionen bei. Bereits in diesem Jahr beginnt der Prozess mit 500 Fahrzeugen.
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Das Werk, das einst als E-Auto-Pionier des Konzerns startete, übernimmt damit eine neue Vorreiterrolle. Türen, Scheinwerfer, Motoren – alles wird wiederverwertet. Besonders bei Batterien strebt Volkswagen Recyclingquoten von über 90 Prozent an. „Damit wird Volkswagen unabhängiger vom weltweiten Rohstoffhandel“, erklärt Andreas Walingen, zuständig für Kreislaufwirtschaft. Gleichzeitig sinkt der CO2-Fußabdruck der Fahrzeuge.
Radikaler Umbau der Massenmarken
Kann Volkswagen mit Strukturreformen die Rendite dauerhaft steigern? Der Konzern setzt auf genau diese Strategie. Die Massenmarken Skoda, Seat/Cupra und VW Nutzfahrzeuge werden neu organisiert – mit einem markenübergreifenden Markengruppenvorstand. Die Zentralbereiche Produktion, Technische Entwicklung und Einkauf werden gebündelt.
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Die Folge: Die Gesamtzahl der Vorstandsmitglieder sinkt um rund ein Drittel. Jede Einzelmarke wird künftig von nur noch vier regulären Vorständen geführt. Allein im Produktionsbereich rechnet Volkswagen mit Einsparungen von einer Milliarde Euro bis 2030. „Der neue Markengruppenvorstand bringt mehr Schnelligkeit und Steuerung“, betont VW-Pkw-Chef Thomas Schäfer. Das neue Steuerungsmodell startet im Januar und soll bis zum Sommer vollständig umgesetzt sein.
Der Preis für diesen Umbau: In Deutschland fallen bis 2030 insgesamt 35.000 Arbeitsplätze weg. Konzernchef Oliver Blume treibt damit sein großes Sparprogramm konsequent voran. Die chronisch renditeschwache Kernmarke VW soll endlich auf Kurs gebracht werden. Die Reaktion am Markt zeigt, dass Anleger die Strategie honorieren – via Xetra legte die Aktie zeitweise um 2,01 Prozent auf 99,32 Euro zu.
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