Operatives Wachstum und eine steuerfreie Ausschüttung auf der einen Seite, ein zäher Erholungskurs an der Börse auf der anderen. Bei Deutschlands größtem Wohnimmobilienkonzern Vonovia klaffen fundamentale Entwicklung und Aktienkurs noch immer auseinander. Die beschlossene Dividende bietet Anlegern nun einen handfesten Nettovorteil.
Die Aktionäre haben für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 1,25 Euro je Aktie gebilligt. Das besondere Detail dieser Ausschüttung: Sie erfolgt vollständig abgabenfrei aus dem steuerlichen Einlagekonto. Wer die Papiere bis zum Ex-Tag am 22. Mai 2026 im Depot hält, verbucht den Betrag ohne Abzüge. Ein solches Vorgehen ist im DAX-Umfeld eine Seltenheit.
Parallel dazu nutzt das Management einen erprobten Hebel zur Schonung der Liquidität. Rund 35,5 Prozent der dividendenberechtigten Aktionäre entschieden sich gegen Bargeld und wählten stattdessen neue Aktien. Durch diese sogenannte Scrip-Dividende verbleiben etwa 356 Millionen Euro im Unternehmen. Vonovia stärkt damit die eigene Kapitalbasis, ohne den teuren Weg über den regulären Kapitalmarkt gehen zu müssen.
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Schuldenabbau und operative Basis
Das eingesparte Geld hilft bei der Bewältigung der hohen Zinslast. Der Konzern treibt ein milliardenschweres Verkaufsprogramm voran, um die Verschuldung strategisch zu senken. Die Beleihungsquote soll von zuletzt rund 45 Prozent auf die Zielmarke von 40 Prozent fallen. Bis Ende 2028 plant das Management, die Nettoverschuldung deutlich unter das Zwölffache des Jahresgewinns zu drücken.
Operativ liefert das Portfolio verlässliche Zahlen. Das bereinigte EBITDA stieg im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf rund 2,8 Milliarden Euro. Eine fast vollständige Vermietungsquote und ein organisches Mietwachstum von gut vier Prozent stützen das Geschäft. Für das laufende Jahr peilt der Vorstand einen weiteren leichten Gewinnanstieg an.
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Aktie kämpft mit dem Abwärtstrend
An der Börse spiegelt sich diese Stabilität nur bedingt wider. Die Vonovia-Aktie ging am Montag bei 23,10 Euro aus dem Handel und notiert damit spürbar unter ihrer langfristigen 200-Tage-Linie. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Minus von knapp 19 Prozent auf der Kurstafel. Hohe Finanzierungskosten und das zögerliche Erholungstempo am deutschen Immobilienmarkt belasten die Bewertung weiterhin.
Ein technischer Lichtblick zeigt sich lediglich kurzfristig: Auf 30-Tage-Sicht legte das Papier zuletzt um sieben Prozent zu. Die nächsten konkreten Impulse liefert der Bericht zum ersten Quartal im Mai. Fällt dieser robust aus und setzt die Europäische Zentralbank bald weitere Zinssenkungen um, dürfte das den Druck von der gesamten Immobilienbranche nehmen.
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