Vonovia Aktie: Bilanztest naht

Der Wohnungskonzern Vonovia präsentiert am 19. März den Jahresabschluss 2025. Investoren fokussieren sich auf Schuldenkennzahlen und die künftige Dividendenpolitik.

Vonovia Aktie
Kurz & knapp:
  • Jahresbericht 2025 erscheint am 19. März
  • Fokus auf Verschuldung und Dividendenausblick
  • Adjusted EBITDA-Ziel für 2026 bestätigt
  • Aktie gewinnt seit Jahresbeginn deutlich

Europas größter Wohnungskonzern hat in den vergangenen Wochen spürbar an Boden gewonnen. Seit Jahresbeginn legte die Aktie um rund 18 Prozent zu, über 30 Tage steht ein Plus von knapp 17 Prozent zu Buche. Die Dynamik speist sich aus operativer Stärke und aktivem Schuldenmanagement. Doch der eigentliche Härtetest steht noch bevor: Am 19. März legt Vonovia den Geschäftsbericht für 2025 vor.

Yen-Anleihe und Infrastruktur-Ausbau

Der Konzern hat kürzlich eine festverzinsliche Yen-Emission im Umfang von 9,9 Milliarden Yen mit 2,94 Prozent Kupon und Laufzeit bis 2036 platziert. Die Transaktion dient der weiteren Diversifizierung der Finanzierungsstruktur und dem Management bestehender Verbindlichkeiten.

Parallel dazu baut Vonovia sein Serviceangebot aus. Mit der 150. Paketstation in Langenfeld erweitert das Unternehmen die Infrastruktur in seinen Wohnanlagen. Die solarbetriebenen Stationen sind offen für mehrere Logistikanbieter und ermöglichen Bewohnern den 24-Stunden-Zugang für Paketempfang und -versand.

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Was Investoren am 19. März erwarten

Im Zentrum des Interesses stehen die Verschuldungskennzahlen und der Ausblick auf die Dividendenpolitik. Beide Themen gelten als zentrale Kurstreiber, weil sie direkt mit der finanziellen Stabilität und dem künftigen Handlungsspielraum verknüpft sind.

Das Management hatte im November ein Adjusted EBITDA von rund 2,8 Milliarden Euro für 2025 in Aussicht gestellt. Für 2026 liegt die Zielspanne bei 2,95 bis 3,05 Milliarden Euro. Die Neun-Monats-Zahlen liefern eine solide Ausgangsbasis: Das Adjusted EBITDA stieg in den ersten drei Quartalen auf 2,11 Milliarden Euro – ein Plus von 6,4 Prozent. Die Leerstandsquote lag bei niedrigen 2,2 Prozent.

Analysten heben Einschätzung an

Morgan Stanley stufte die Aktie Mitte Februar von „Underweight“ auf „Equal-Weight“ hoch und nannte ein Kursziel von 30 Euro. Als Begründung führten die Analysten das robuste Mietwohnungsportfolio sowie das Entschuldungspotenzial unter CEO Luka Mucic an, der seit Januar 2026 den Vorstand führt. Gleichzeitig verwiesen sie auf Risiken wie die hohe Verschuldung und eine niedrige Eigenkapitalrendite.

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Investitionen und zusätzliche Erlöse

In den ersten neun Monaten 2025 investierte Vonovia rund 1,36 Milliarden Euro in Bestandsentwicklung und Neubau – ein Anstieg um 29 Prozent. Insgesamt wurden 1.555 Wohnungen fertiggestellt, für weitere 1.600 Projekte begann die Bauphase. Die Segmente Value-add, Development und Recurring Sales trugen mit 267,7 Millionen Euro rund 13 Prozent zum Gesamt-EBITDA bei – gegenüber neun Prozent im Vorjahr.

Dividendenrendite von über 4 Prozent

Für das Geschäftsjahr 2024 zahlte Vonovia eine Dividende von 1,22 Euro je Aktie. Ob diese Politik fortgeführt wird, entscheidet sich auf der Hauptversammlung am 21. Mai. Bezogen auf den aktuellen Kurs ergibt sich eine Dividendenrendite von rund 4,25 Prozent.

Der Geschäftsbericht am 19. März wird zeigen, ob die operative Erholung nachhaltig ist und ob das Laufzeitenmanagement die erhofften Fortschritte bringt. Bestätigt Vonovia die EBITDA-Spanne und weist solide Kennzahlen aus, dürfte das die jüngste Kursentwicklung untermauern.

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