Am 19. März legt Vonovia den vollständigen Jahresabschluss für 2025 vor — und für CEO Luka Mucic wird es der erste große Test seiner Amtszeit. Der ehemalige SAP-Finanzvorstand übernahm den Chefposten beim größten deutschen Wohnimmobilienkonzern und muss nun liefern. Parallel scheidet Vorstandsmitglied Daniel Riedl Ende Mai aus, was Mucic zunehmend in die alleinige Verantwortung rückt.
Operative Stärke — mit einem Vorbehalt
Die Ausgangslage ist nicht schlecht. In den ersten neun Monaten 2025 stieg das bereinigte EBITDA im Kernvermietungsgeschäft um 2,5 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro — obwohl der Bestand gleichzeitig um rund 9.000 Wohnungen schrumpfte. Der Operating Free Cash-Flow legte sogar um 27,4 Prozent auf 1,48 Milliarden Euro zu. Für das Gesamtjahr 2025 peilt Vonovia ein bereinigtes EBITDA von rund 2,8 Milliarden Euro an, für 2026 einen Korridor von 2,95 bis 3,05 Milliarden Euro.
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Ein Nettogewinn von 3,41 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum klingt beeindruckend — wurde aber maßgeblich durch Portfolioaufwertungen getrieben. Wie viel echte operative Substanz dahintersteckt, wird der Jahresabschluss zeigen.
Schuldenabbau: Richtung stimmt, Aufgabe bleibt groß
Beim zentralen Thema Verschuldung hat Vonovia zuletzt Fortschritte erzielt. Im November 2025 platzierte das Unternehmen drei Eurobond-Serien über insgesamt 2,25 Milliarden Euro — die Emission war 3,4-fach überzeichnet. Ende Februar folgte eine Yen-Anleihe über rund 9,95 Milliarden Yen, mit deren Erlösen kurzfristigere Euro-Papiere mit Fälligkeit bis 2027 abgelöst werden sollen. Das Verhältnis von Nettoschulden zu EBITDA sank infolgedessen von 15,1 auf 14,0. Die absolute Schuldenlast bleibt dennoch der entscheidende Bewertungsfaktor für die Aktie.
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Das charttechnische Bild unterstreicht den Druck: Mit einem Abstand von rund neun Prozent zur 200-Tage-Linie notiert der Titel deutlich unter seinen gleitenden Durchschnitten und bewegt sich in der Nähe des 52-Wochen-Tiefs.
Dichter Terminkalender lässt wenig Spielraum
Nach dem Jahresbericht am 19. März folgen die Q1-Zahlen am 7. Mai und die Hauptversammlung am 21. Mai. Gelingt Mucic beim Jahresabschluss der Nachweis, dass die EBITDA-Ziele erreicht und der Schuldenabbau glaubwürdig fortgesetzt wurde, schafft das eine solide Grundlage für eine Neubewertung. Verfehlt der Bericht die Erwartungen, lässt der enge Terminrhythmus kaum Zeit zur Korrektur — die nächste Messlatte folgt bereits sechs Wochen später.
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