Operativ läuft es rund, an der Börse dominiert die Skepsis. Mit einem Kursverlust von fast acht Prozent seit Jahresbeginn hinkt die Vonovia-Aktie dem breiten Markt hinterher. Ein aktuelles Strategietreffen in London rückt nun die Sanierungspläne des Immobilienkonzerns in den Fokus.
JPMorgan-Analyst Neil Green sieht in der Neuausrichtung ein erhebliches Aufwärtspotenzial. Er bestätigt seine „Overweight“-Einstufung mit einem Kursziel von 34,50 Euro. Das Fundament für diese Zuversicht bildet der strikte Schuldenabbau. Das Management will die Bilanz durch gezielte Immobilienverkäufe entlasten, um im veränderten Zinsumfeld wieder proaktiv agieren zu können.
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Flankiert wird dieser Kurs durch eine breitere Aufstellung bei der Refinanzierung. Erst im April platzierte Vonovia eine variabel verzinste Anleihe über eine Milliarde Euro. Parallel dazu sicherte sich der Konzern frisches Kapital auf dem schwedischen Markt. Diese Diversifizierung der Finanzierungsinstrumente verschafft dem Unternehmen die nötige Flexibilität.
Lukratives Servicegeschäft
Abseits der Bilanzstruktur liefern die Randbereiche kräftige Impulse. Das Segment für wohnungsnahe Dienstleistungen steigerte sein bereinigtes operatives Ergebnis zum Jahresauftakt um rund 30 Prozent. Auch das klassische Vermietungsgeschäft erweist sich als robust. Der Ergebnisbeitrag kletterte hier um 6,3 Prozent, während die Vermietungsquote gruppenweit auf einem konstant hohen Niveau verharrt.
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Neuer Kopf für die Projektentwicklung
Währenddessen formiert sich der Vorstand neu. Katja Wünschel übernimmt zum 1. Juni das Ressort für Projektentwicklung und folgt damit auf Daniel Riedl. Sie soll den Neubau durch sinkende Baukosten und serielle Modernisierungen wieder ankurbeln. Mittelfristig peilt der Konzern wieder den Bau von jährlich bis zu 3.500 neuen Wohnungen an.
An der Börse spiegelt sich diese operative Stabilität noch nicht wider. Das Papier notiert aktuell bei 22,26 Euro und damit spürbar unter seinem langfristigen Durchschnitt. Der nächste wichtige Termin für Aktionäre steht bereits fest. Am 21. Mai stimmt die Hauptversammlung über die vorgeschlagene Dividende von 1,25 Euro je Aktie ab.
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