Vonovia Aktie: Orientierungslos nach Zahlen

Vonovia übertrifft EBITDA-Erwartungen leicht, enttäuscht jedoch beim Cashflow. Die Aktie zeigt volatile Reaktion auf solide, aber nicht überzeugende Zahlen und Ausblicke.

Vonovia Aktie
Kurz & knapp:
  • EBITDA übertrifft Analystenschätzungen minimal
  • Operating Free Cashflow bleibt unter Erwartungen
  • Spektakulärer Umschwung beim Nettoergebnis
  • Ausblick für 2026 zeigt moderates Wachstum

Der DAX-Konzern aus Bochum legte am Mittwoch seine Neunmonatszahlen vor – und die Aktie wusste nicht so recht, wohin. Erst Minus, dann Plus, am Ende wieder leicht im Roten. Können die vorgelegten Zahlen überhaupt für eine Erholung sorgen? Oder bleibt die Aktie in ihrer Seitwärtsbewegung gefangen?

Der Wohnimmobilienkonzern steigerte sein bereinigtes EBITDA in den ersten neun Monaten um rund 6 Prozent auf 2,12 Milliarden Euro. Das lag minimal über den Analystenschätzungen von 2,109 Milliarden Euro. Beim bereinigten Vorsteuergewinn – der entscheidenden Kennziffer für die Dividende – ging es um 7 Prozent auf 1,46 Milliarden Euro nach oben. Eine Punktlandung auf Konsens-Niveau.

Der Cashflow enttäuscht

Beim Operating Free Cashflow verzeichnete das Unternehmen zwar ein kräftiges Plus von 27 Prozent auf 1,48 Milliarden Euro. Doch die Analysten hatten sich mehr erhofft: Im Schnitt waren 1,67 Milliarden Euro erwartet worden. Diese Verfehlung dürfte ein Grund für die verhaltene Kursreaktion sein.

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Das Nettoergebnis drehte spektakulär ins Plus: 3,15 Milliarden Euro nach Steuern und Minderheiten, verglichen mit einem Verlust von 547 Millionen Euro im Vorjahr. Pro Aktie bedeutet das einen Gewinn von 3,71 Euro – nach minus 0,64 Euro vor einem Jahr. Der Treiber? Die Neubewertung des Immobilienportfolios, die mit 516,2 Millionen Euro zu Buche schlug. Im Vorjahreszeitraum hatte hier noch ein Minus von 1,43 Milliarden Euro gestanden.

Die Ausblicke enttäuschen nicht – begeistern aber auch nicht

Für 2026 peilt Vonovia ein bereinigtes EBITDA zwischen 2,95 und 3,05 Milliarden Euro an. Das liegt deutlich über den 2,8 Milliarden Euro für 2025, aber auch klar unter der mittelfristigen Zielspanne für 2028 von 3,2 bis 3,5 Milliarden Euro. Der bereinigte Vorsteuergewinn soll 2026 zwischen 1,9 und 2,0 Milliarden Euro erreichen – faktisch eine Seitwärtsbewegung gegenüber dem laufenden Jahr.

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Neil Green von JPMorgan lobte die soliden Ergebnisziele und hob hervor, dass die Wachstumsziele für 2026 seine eigenen Annahmen übertreffen. Auch die Aussagen zur Portfoliobewertung seien positiv.

Die Aktie selbst pendelte im Xetra-Handel um die 25,50-Euro-Marke. Vorbörslich waren noch deutliche Gewinne erwartet worden. Doch nach einem kurzen Ausflug ins Plus sackte der Titel wieder leicht ab. Zuvor war die Aktie bereits von über 28 Euro auf unter 26 Euro gefallen.

Scheidender Chef Rolf Buch formulierte es optimistisch: Nach drei Jahren Stagnation wachse man nun wieder mit hoher Dynamik. Ob der Markt das auch so sieht, bleibt offen. Die Zahlen sind solide, aber keine Sensation. Und genau das scheint das Problem zu sein.

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