Zwei Tage vor der Präsentation der Jahreszahlen für 2025 richtet sich der Blick der Anleger auf die Bilanz des Immobilienriesen. Während das operative Geschäft von einer strukturell hohen Wohnraumnachfrage profitiert, bleibt das Management der enormen Verbindlichkeiten der entscheidende Faktor. Der seit Januar amtierende CEO Luka Mucic muss am Donnerstag beweisen, dass die jüngsten Refinanzierungsmaßnahmen die gewünschte Entlastung bringen.
Um die Kapitalstruktur zu stabilisieren, hat der Konzern seine Anleihestruktur aktiv neu aufgestellt. Nach der erfolgreichen Platzierung von Eurobonds im Volumen von 2,25 Milliarden Euro im November folgte Ende Februar eine Yen-Anleihe über knapp 10 Milliarden Yen. Diese Mittel dienen primär dazu, unbesicherte Euro-Verbindlichkeiten abzulösen, die bis 2027 fällig werden. Die operative Entschuldung macht dabei Fortschritte: Das Verhältnis von Nettoschulden zum bereinigten EBITDA sank zuletzt von 15,1 auf 14,0. Damit erreicht das Unternehmen den oberen Rand seines Zielkorridors, auch wenn Ratingagenturen wie Moody’s den weiteren Schuldenabbau als anspruchsvolle Daueraufgabe bewerten.
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Operatives Geschäft liefert das Fundament
Abseits der Finanzierungsfragen präsentierte sich das Unternehmen in den ersten neun Monaten 2025 robust. Das bereinigte EBITDA stieg um 6,4 Prozent auf 2,11 Milliarden Euro, obwohl das Portfolio um rund 9.000 Einheiten schrumpfte und die Instandhaltungskosten zulegten. Für das Gesamtjahr peilt das Management einen operativen Gewinn von rund 2,8 Milliarden Euro an.
An der Börse spiegelt sich diese Entwicklung in einer abwartenden Haltung wider. Bei einem aktuellen Kurs von 24,85 Euro verzeichnet der Titel seit Jahresbeginn ein moderates Plus von rund drei Prozent. Investoren erhoffen sich von den anstehenden Zahlen vor allem Klarheit über die künftige Ausschüttungspolitik. Im Vorjahr lag die Dividende bei 1,22 Euro je Aktie, wobei sich viele Aktionäre für eine Aktiendividende entschieden, was die Liquidität des Konzerns schonte.
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Wichtige Termine im Frühjahr
Nach der Vorlage des Jahresberichts stehen in den kommenden Wochen weitere richtungsweisende Termine im Kalender:
- März 2026: Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2025
- Mai 2026: Präsentation der Quartalszahlen (Q1)
- Mai 2026: Ordentliche Hauptversammlung
Für den neuen Vorstandschef geht es am Donnerstag vor allem darum, den Ausblick für das laufende Jahr zu konkretisieren. Erwartet wird ein bereinigtes EBITDA zwischen 2,95 und 3,05 Milliarden Euro für 2026. Bestätigt der Konzern diese Spanne und hält die Zinsdeckungsquote stabil, dürfte das Vertrauen des Kapitalmarkts in die fortgesetzte Entschuldung weiter steigen.
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