VW Aktie: Ohren gespitzt!

Nach der unerwarteten Cashflow-Korrektur auf sechs Milliarden Euro fordert der VW-Betriebsrat eine Anerkennungsprämie für die Belegschaft. Die Forderung fällt in eine sensible Phase nach dem jüngsten Sparpaket.

VW Aktie
Kurz & knapp:
  • Betriebsratschefin Cavallo fordert Anerkennungsprämie
  • Forderung nach überraschender Cashflow-Korrektur
  • Prämie könnte traditionellen Bonus im Mai ersetzen
  • Aktienkurs zeigt sich von Forderung unbeeindruckt

Der VW-Betriebsrat schlägt Alarm – und fordert Geld. Nachdem der Konzern Mitte Januar überraschend seinen Cashflow für 2025 von null auf sechs Milliarden Euro nach oben korrigiert hatte, will Betriebsratschefin Daniela Cavallo nun eine Anerkennungsprämie für alle Tarifbeschäftigten durchsetzen. Ihr Argument: Wenn alle gemeinsam bei der Kostendisziplin so gut abgeliefert haben, sei eine Prämie „nur fair“.

Die Forderung kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Im Rahmen des Sparpakets, das VW und IG Metall im Dezember 2025 nach zähen Verhandlungen vereinbart hatten, wurde der flexible Tarifbonus für 2026 gestrichen. Erst 2028 soll er gestaffelt zurückkehren. Die Vorauszahlung im November – knapp 1.900 Euro – blieb dagegen unangetastet.

Mai statt Bonus: Neue Prämie soll Lücke füllen

Cavallo hat konkrete Vorstellungen: Die Prämie könnte im Mai fließen, genau in dem Monat, in dem traditionell der flexible Tarifbonus ausgezahlt wurde. Wie hoch die Summe ausfallen könnte, ließ die Betriebsratschefin in der Extra-Ausgabe der Betriebsratszeitung „Mitbestimmen“ allerdings offen. Das müsse nun mit dem Vorstand verhandelt werden.

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Mehr als 120.000 Mitarbeiter in den Werken in Niedersachsen, Hessen und Sachsen wären von der Prämie betroffen. Einen ersten Wasserstand könnte es am 4. März bei der Betriebsversammlung im Stammwerk geben. Ob der Vorstand mitspielt, bleibt abzuwarten.

Cashflow-Sprung wirft Fragen auf

Die Basis für Cavallos Vorstoß bildet der überraschende Cashflow-Anstieg. Am 21. Januar hatte VW mitgeteilt, dass der Kapitalfluss 2025 statt der angepeilten null Euro nun sechs Milliarden Euro betragen habe. Finanzvorstand Arno Antlitz sprach von einem „Resultat intensiver Kostenarbeit“ bei Entwicklung, Investitionen und Lagermanagement.

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Der Cashflow – vereinfacht gesagt „das Geld, was tatsächlich in der Kasse hängen bleibt“ – lässt sich allerdings beeinflussen. Zahlungen können ins Folgejahr verschoben, Einnahmen vorgezogen werden. Mit Umsatz oder Gewinn hat die Kennzahl zunächst nichts zu tun. Für Investoren und Betriebsrat dürfte interessant sein, wie genau die sechs Milliarden zustande kamen.

Die VW-Aktie zeigte sich von der Betriebsratsforderung wenig beeindruckt und notierte im XETRA-Handel leicht im Minus.

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