Die Walt Disney-Aktie notiert bei 111,31 US-Dollar und bewegt sich damit weit unter dem Kursziel von 138 US-Dollar, das JPMorgan am 30. Januar 2025 ausgegeben hat. Der Konzern steht vor den Quartalszahlen für das erste Geschäftsquartal am 2. Februar – und die Anleger zeigen sich zurückhaltend, trotz spektakulärer Kinokassen-Erfolge.
„Zootopia 2“ hat seit November 2024 weltweit 1,74 Milliarden US-Dollar eingespielt und ist damit der erfolgreichste amerikanische Animationsfilm aller Zeiten. Allein in China wurden 4,25 Milliarden Yuan (610 Millionen US-Dollar) erlöst – ein Rekord für Hollywood-Produktionen im Reich der Mitte. Doch was bedeutet das konkret für die Aktie?
Zahlen besser als erwartet
JPMorgan hat seine Prognosen für das erste Quartal angehoben: Das Segment-Betriebsergebnis soll bei 4,64 Milliarden US-Dollar liegen, zwei Prozent über der bisherigen Schätzung. Der bereinigte Gewinn je Aktie wird bei 1,54 US-Dollar erwartet, drei Prozent höher als zuvor und knapp unter dem Bloomberg-Konsens von 1,55 US-Dollar.
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Verantwortlich für die verbesserten Aussichten sind neben „Zootopia 2“ auch die bessere Performance im Experiences-Bereich sowie eine früher als erwartet beilegter Streit mit YouTube TV im Sports-Segment. Die Bank of America hat ihr Kaufrating mit einem Kursziel von 140 US-Dollar im Januar 2025 bekräftigt.
Vergnügungsparks bleiben Sorgenkind
Die Besucherzahlen in den US-amerikanischen Themenparks belasten weiterhin. JPMorgan rechnet für das erste Quartal mit einem Rückgang von einem Prozent im Jahresvergleich – eine Verbesserung gegenüber dem Minus von zwei Prozent im Vorquartal, als Hurrikan-Schäden die Bilanz belasteten. Erst in der zweiten Jahreshälfte soll das Wachstum zurückkehren.
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Das Gewinnwachstum konzentriert sich ohnehin auf die zweite Hälfte des Geschäftsjahres. In den ersten sechs Monaten wird ein Rückgang des bereinigten Gewinns je Aktie um drei Prozent erwartet, gefolgt von einem Plus von 27 Prozent in der zweiten Jahreshälfte. Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert JPMorgan einen Anstieg auf 6,58 US-Dollar je Aktie.
Ravensburger spürt Disney-Effekt
Auch außerhalb der Kinowelt zeigt sich Disney-Einfluss: Der deutsche Spielehersteller Ravensburger meldete für 2025 einen Umsatzrückgang von 5,9 Prozent auf 744 Millionen Euro. Der Grund: Der Hype um das Disney-Sammelkartenspiel „Lorcana“ ist abgeflaut, auch wenn die Nachfrage weiterhin hoch bleibe.
JPMorgan bewertet Disney mit einem Forward-KGV von 16 als attraktiv – ein historisch großer Abschlag zum Gesamtmarkt. Das niedrige KGV von 0,11 deutet auf eine deutliche Unterbewertung relativ zu den Wachstumsaussichten hin. Katalysatoren könnten die Streaming-Entwicklung und ein starkes Kinoprogramm für 2026 werden. Bleibt die Frage: Reicht das, um die Aktie aus ihrer Lethargie zu befreien?
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