Die Aktie von Wayfair ist am Mittwoch um 12,56 Prozent auf 79,99 Dollar abgestürzt – und das, obwohl der Online-Möbelhändler im vierten Quartal 2025 die Gewinnerwartungen deutlich übertroffen hat. Mit einem Gewinn je Aktie von 0,85 Dollar lag das Unternehmen 25 Prozent über den Analystenschätzungen von 0,68 Dollar. Der Umsatz erreichte 3,3 Milliarden Dollar und entsprach damit genau den Prognosen.
Warum reagiert der Markt so skeptisch auf eine solide Bilanz?
Wachstum bleibt auf der Strecke
Der Blick auf die Wachstumszahlen liefert die Antwort. Der Umsatz legte im vierten Quartal nur um 6,9 Prozent zu – ohne das ausgestiegene Deutschland-Geschäft waren es 7,8 Prozent. Für einen Online-Händler, der in einem 500-Milliarden-Dollar-Markt gerade einmal 12,5 Milliarden Dollar Jahresumsatz macht, ist das bescheiden.
Besonders alarmierend: Die Zahl der aktiven Kunden sank auf 21,3 Millionen – ein Rückgang von 0,5 Prozent im Jahresvergleich. CEO Niraj Shah mag zwar betonen, dass man „so gut wie lange nicht mehr“ positioniert sei, um Marktanteile zu gewinnen. Die Investoren scheinen dieser Einschätzung jedoch nicht zu folgen.
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Profitabilität verbessert sich – aber reicht das?
Immerhin kann Wayfair bei der Profitabilität echte Fortschritte vorweisen. Der Nettoverlust verringerte sich im vierten Quartal auf 116 Millionen Dollar nach 128 Millionen Dollar im Vorjahr. Pro Aktie bedeutet das einen Verlust von 0,89 Dollar gegenüber 1,02 Dollar vor einem Jahr.
Das bereinigte EBITDA kletterte auf 224 Millionen Dollar – mehr als doppelt so viel wie die 96 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr 2025 erreichte das bereinigte EBITDA 743 Millionen Dollar, was einem Plus von über 60 Prozent entspricht. Die EBITDA-Marge lag im vierten Quartal bei 6,7 Prozent.
Das Unternehmen hat seine selbstgesteckte zweite Etappe auf dem Weg zur nachhaltigen Profitabilität erreicht: eine mittlere einstellige EBITDA-Marge bei positivem freien Cashflow. Als nächstes Ziel peilt Wayfair eine EBITDA-Marge von über 10 Prozent an.
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Strategien zeigen erste Erfolge
Wayfair setzt auf mehrere Wachstumshebel. Das Treueprogramm Wayfair Rewards zählt bereits über eine Million Mitglieder, die mehr als 15 Prozent zum US-Umsatz beitragen. Diese Kunden bestellen durchschnittlich mehr als dreimal pro Jahr – über die Hälfte der Neuanmeldungen waren zuvor inaktive Kunden.
Mit zwölf eröffneten Filialen wagt sich das Unternehmen ins stationäre Geschäft. Der Flagshipstore in Illinois verzeichnete einen vielversprechenden Start: Über 50 Prozent der Kunden waren Neukunden für Wayfair. Der Geschäftskundenbereich Wayfair Professional entwickelt sich zum Milliarden-Geschäft mit über einer Million aktiven Kunden, die doppelt so häufig kaufen wie Privatkunden.
Die Beitragsmarge konnte seit 2015 um etwa 7 Prozentpunkte auf 15,2 Prozent im Jahr 2025 gesteigert werden – getrieben durch Logistikverbesserungen und effizientere Werbeausgaben.
Für das erste Quartal 2026 stellt Wayfair ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Das bereinigte EBITDA soll stärker wachsen als der Umsatz. Den Anlegern reicht diese Perspektive offenbar nicht – sie fordern mehr.
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