Wells Fargo hat am Mittwoch die Bücher für das vierte Quartal 2025 geöffnet – und die Reaktion der Börse fiel ernüchternd aus. Trotz eines Gewinnanstiegs auf 5,36 Milliarden US-Dollar sackte die Aktie im vorbörslichen Handel um 1,7 Prozent ab. Im regulären Handel weitete sich das Minus auf 5,5 Prozent aus. Was war passiert?
Zinsüberschuss verfehlt Erwartungen
Der Nettogewinn je Aktie lag bei 1,76 US-Dollar – ohne Sondereffekte – und damit klar über den von Analysten erwarteten 1,67 US-Dollar. Auf den ersten Blick ein starkes Ergebnis. Doch der Teufel steckt im Detail: Der Zinsüberschuss enttäuschte. Mit 12,33 Milliarden US-Dollar verfehlte die Bank die Prognose von 12,46 Milliarden US-Dollar. Für Anleger ein kritischer Wert, denn er zeigt, wie profitabel das Kerngeschäft läuft.
Die Prognose für 2026 fällt ebenfalls schwächer aus als erhofft. Wells Fargo peilt Zinserträge von rund 50 Milliarden US-Dollar an. Analysten hatten mit 50,33 Milliarden gerechnet. Kein dramatischer Unterschied – aber ausreichend, um Zweifel zu säen.
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Stellenabbau geht weiter
CEO Charlie Scharf setzt seinen Sparkurs konsequent fort. Im vierten Quartal fielen 612 Millionen US-Dollar an Abfindungskosten an, während die Mitarbeiterzahl auf 205.198 sank – ein Rückgang gegenüber 210.821 Ende September. Seit Ende 2020 schrumpft die Belegschaft kontinuierlich. Scharf sieht in künstlicher Intelligenz eine Chance, die Effizienz weiter zu steigern und Kosten zu drücken.
Kann dieser Kurs die Aktie langfristig stützen? Die Bank hat 2025 sieben aufsichtsrechtliche Anordnungen abgeschlossen und die berüchtigte Vermögensobergrenze von 1,95 Billionen US-Dollar im Juni aufgehoben – ein Meilenstein nach dem Skandal um Fake-Konten. Erstmals überschritt die Bilanzsumme die Marke von zwei Billionen US-Dollar.
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Marktstimmung trübt sich ein
Die Schwäche bei Wells Fargo belastete am Mittwoch den gesamten US-Finanzsektor. Bank of America verlor trotz besser als erwarteter Zahlen 4,9 Prozent, Citigroup rutschte ebenfalls ab. Der Dow Jones gab 0,6 Prozent nach, der S&P 500 büßte 1,1 Prozent ein, der Nasdaq sackte um 1,6 Prozent ab.
Geopolitische Spannungen – von Trump-Drohungen gegen Grönland bis zum Ukraine-Krieg – sorgen für zusätzliche Nervosität. Die Wells Fargo-Aktie, die 2025 noch um 32,7 Prozent zulegen konnte, steht nun vor der Frage: Reichen Kostensenkungen und regulatorische Fortschritte, um die schwächelnden Zinserträge zu kompensieren?
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