West Red Lake Gold Mines hat heute eine integrierte Vor-Machbarkeitsstudie für Madsen und Rowan vorgestellt. Sie beschreibt einen gemeinsamen Betrieb über zehn Jahre und damit eine längerfristige Entwicklungsperspektive. Die Aktie gewinnt heute 2,8%. Für Anleger steht dem Ausbaupotenzial allerdings ein weiterhin schwieriger Hochlauf von Madsen gegenüber.

Studie skizziert gemeinsame Produktion

Die Studie beziffert den Kapitalwert nach Steuern auf C$764 Millionen. Über die gesamte Betriebsdauer sieht sie eine gewonnene Goldmenge von 884.000 Unzen vor. Die durchschnittliche Jahresproduktion soll 88.000 Unzen erreichen.

Diese Größen sind Planungswerte und keine bereits erreichten Betriebsergebnisse. Die integrierte Betrachtung verbindet Madsen und Rowan zu einem gemeinsamen Entwicklungsszenario. Damit rückt neben dem laufenden Hochlauf die längerfristige Produktionsperspektive in den Vordergrund.

Für Rowan ist der Produktionsbeginn 2029 geplant. Dieser Termin bildet einen wesentlichen Anker der Ausbaupläne.

Für die Bewertung müssen Anleger daher zwischen dem Potenzial der Studie und der operativen Umsetzung unterscheiden. Die geplante gemeinsame Produktion ist nicht mit dem gegenwärtigen Förderstand von Madsen gleichzusetzen.

Madsen bleibt die operative Bewährungsprobe

Am 27. Oktober meldete West Red Lake für das dritte Quartal 2026 eine Madsen-Produktion von 7.859 Unzen.

Als Belastungen nannte das Unternehmen Personalprobleme und den noch laufenden Hochlauf. Die neue Entwicklungsstudie hebt diese Schwierigkeiten nicht auf. Sie beschreibt eine längerfristige Perspektive, während die jüngste Produktionsmeldung den operativen Anpassungsbedarf verdeutlicht.

Die Jahresprognose senkte das Unternehmen auf 27.000–32.000 Unzen nach zuvor erwarteten 35.000–45.000 Unzen.

Der Gegensatz ist für die Einordnung entscheidend: Das größere Produktionsszenario bleibt ein Entwicklungsziel. Die gesenkte Prognose zeigt dagegen, dass die Umsetzung bei Madsen bislang hinter den früheren Erwartungen zurückbleibt.

Finanzierung soll Entwicklung unterstützen

Am Montag unterzeichnete West Red Lake ein verbindliches Eckpunktepapier mit Gunvor USA LLC, einer Tochter der Centalion Group. Die geplante Kreditfazilität umfasst bis zu US$95 Millionen. Vorgesehen sind zunächst bis zu US$65 Millionen sowie eine zweite Tranche von bis zu US$30 Millionen.

Die zweite Tranche steht unter Bedingungen und Genehmigungsvorbehalten. Die Mittel sollen Nebari-Schulden refinanzieren sowie Madsen und eine mögliche Entwicklung von Rowan unterstützen. Das Eckpunktepapier ist damit ein Finanzierungsbaustein, aber keine bereits vollständig vollzogene Kreditbereitstellung.

Die neue Studie liefert den längerfristigen Rahmen. Für Anleger bleibt entscheidend, ob West Red Lake die operative Stabilisierung von Madsen und die Finanzierung der weiteren Entwicklung voranbringt. Erst diese Umsetzung kann die geplante Produktionsperspektive mit belastbaren Betriebsergebnissen verbinden.