Die Aktie von Western Digital setzt ihre Rallye fort. Am Dienstag notiert der Titel bei 616,40 Euro — ein Plus von fast zehn Prozent an einem einzigen Tag. Damit fehlen nur noch knapp 0,3 Prozent zum 52-Wochen-Hoch.
Morgan Stanley hat das Kursziel für den Speicherhersteller von 488 auf 650 Dollar angehoben. Der Grund: Künstliche Intelligenz sorgt für eine beispiellose Nachfrage nach Festplatten mit hoher Kapazität. Besonders die Verbreitung von KI-Inferenz-Modellen treibt den Bedarf.
Die Marktdaten untermauern diese Einschätzung. Die Nachfrage nach HDDs wächst jährlich um 40 bis 50 Prozent. Das Angebot hingegen steigt nur um 30 bis 35 Prozent. Branchenbeobachter rechnen damit, dass diese Lücke zwei bis drei Jahre bestehen bleibt. Die Folge: steigende Preise, während Hyperscaler Kapazitäten für KI-Workloads sichern.
Finanzkennzahlen im Aufwind
Die operative Entwicklung gibt den Optimisten recht. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Western Digital einen Umsatz von 3,34 Milliarden Dollar — ein Plus von 45 Prozent im Vorjahresvergleich. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,72 Dollar.
Für das laufende Quartal stellt das Management 3,65 Milliarden Dollar Umsatz und einen bereinigten Gewinn von 3,25 Dollar je Aktie in Aussicht.
Der Aktienkurs hat sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verzehnfacht. Anfang 2026 stand der Kurs noch bei rund 200 Euro. Derzeit notiert er knapp unter dem Allzeithoch.
Lieferengpässe als Margentreiber
Während geopolitische Risiken wie das US-Iran-Abkommen den Gesamtmarkt belasten, zeigt sich Western Digital weitgehend unbeeindruckt. Der Kurs folgt den Investitionszyklen der Rechenzentren — und die laufen derzeit auf Hochtouren.
Neue Technologien wie UltraSMR und HAMR sollen die Kapazitäten weiter erhöhen. Analysten sehen den Konzern in einer komfortablen Position: Knappe Lieferkapazitäten ermöglichen höhere Margen. Das könnte den Weg für höhere Ausschüttungen an die Aktionäre ebnen.
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