Western Union Aktie: Zahlen enttäuschen

Western Union verfehlt Umsatzerwartungen deutlich und verzeichnet Gewinneinbruch, stellt aber optimistische Prognose für das laufende Jahr vor.

Western Union Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz fällt unter Erwartungen und Vorjahreswert
  • Nettogewinn bricht um über 70 Prozent ein
  • Management prognostiziert Umsatzwachstum für 2026
  • Analysten bleiben skeptisch trotz günstiger Bewertung

Western Union hat am Freitag die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und liefert ein gemischtes Bild. Der Gewinn je Aktie lag mit 0,45 Dollar (bereinigt) zwar über der Konsenserwartung von 0,43 Dollar. Doch der Umsatz enttäuschte: Mit 1,008 Milliarden Dollar verfehlte das Geldtransfer-Unternehmen nicht nur die Prognose von 1,04 Milliarden Dollar, sondern lag auch 4,7 Prozent unter dem Vorjahreswert von 1,058 Milliarden Dollar.

Besonders drastisch fiel der Rückgang beim ausgewiesenen Nettogewinn aus. Dieser brach von 385,7 Millionen Dollar im Vorjahresquartal auf nur noch 114,4 Millionen Dollar ein – ein Minus von über 70 Prozent. Der Gewinn je Aktie sackte von 1,13 Dollar auf 0,36 Dollar ab.

Optimistischer Ausblick trotz Gegenwind

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 zeigt sich Western Union dennoch zuversichtlich. Das Management rechnet mit einem Umsatzwachstum von 5 bis 8 Prozent, bereinigt sogar mit 6 bis 9 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 1,75 und 1,85 Dollar liegen. Diese Prognose basiert allerdings auf der Annahme, dass die geplante Übernahme von International Money Express (Intermex) wie erwartet im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen wird.

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Die Dividende bleibt stabil: Für das erste Quartal haben die Direktoren 0,235 Dollar je Aktie beschlossen, zahlbar am 31. März 2026 an alle Aktionäre, die am 17. März im Register stehen.

Strukturelle Probleme bleiben

Die Wall Street bleibt skeptisch. Von 17 Analysten empfehlen die meisten den Verkauf der Aktie. Das durchschnittliche Kursziel von 9,69 Dollar liegt nur knapp über dem aktuellen Kurs von 9,44 Dollar. Cantor Fitzgerald begründete seine Underweight-Einstufung im Januar mit dem großen stationären Filialnetz, das gegenüber digitalen Wettbewerbern als struktureller Nachteil wirke.

Mit einem Forward-KGV von 5,4 ist die Aktie zwar günstig bewertet – doch das spiegelt die Zweifel der Investoren wider, ob Western Union langfristig mit Fintech-Rivalen und aufkommenden Krypto-Alternativen mithalten kann. Der Titel notiert vorbörslich bei 9,39 Dollar, ein Minus von 0,5 Prozent.

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Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom, erfahrener Unternehmer und anerkannter Experte für Finanzmärkte. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Analyse von Aktienmärkten und wirtschaftlichen Zusammenhängen verbindet er wissenschaftliche Fundierung mit unternehmerischer Praxis. Er unterstützt Anleger, die langfristigen Vermögensaufbau und finanzielle Unabhängigkeit durch fundierte Strategien anstreben.

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Als Gründer und Geschäftsführer der YES Investmedia GmbH ist er unternehmerisch im Bereich der Finanzpublikationen tätig. Seine Expertise umfasst die Analyse komplexer wirtschaftlicher Themen wie demographischer Wandel oder globaler Markttrends sowie deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Durch seine langjährige Tätigkeit hat er sich als Autor zahlreicher Analysen und Kommentare zu wirtschaftlichen und börsenrelevanten Themen etabliert.

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