Die Westwing Group hat mit ihren vorläufigen Zahlen für das vierte Quartal 2025 regelrecht begeistert. Das Münchner Unternehmen meldete am 19. Januar 2026 einen Umsatzanstieg von 6,7 Prozent auf 143 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2025 kletterten die Erlöse auf 449 Millionen Euro – ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Doch die wahre Sensation verbirgt sich nicht in den Umsatzzahlen. Verantwortlich für die Kursphantasie ist vielmehr die drastische Margenausweitung, die selbst optimistische Beobachter überrascht hat.
Margen auf Überholspur
Im vierten Quartal schnellte die bereinigte EBITDA-Marge auf beeindruckende 15 Prozent – ein Zuwachs von 7,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahresquartal. Das bereinigte EBITDA verdoppelte sich regelrecht auf 21,6 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2025 erreichte Westwing ein bereinigtes EBITDA von 43 Millionen Euro.
Was treibt diese Entwicklung an? Die Gründe liegen auf der Hand: striktes Kostenmanagement, ein wachsender Anteil der margenstärkeren Eigenmarke Westwing Collection, spürbare Skaleneffekte und eine deutlich beschleunigte Auftragsabwicklung. Dieser Mix aus operativen Verbesserungen zeigt, dass der eingeschlagene Transformationskurs Früchte trägt.
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Die ursprüngliche Prognose für das EBITDA lag bei 25 bis 35 Millionen Euro – die tatsächlichen Ergebnisse sprengen diese Erwartungen deutlich.
Cashflow überzeugt
Auch bei der Liquiditätsentwicklung überrascht die Möbelplattform positiv. Im Gesamtjahr 2025 generierte Westwing 25 Millionen Euro an Cash – weit mehr als ursprünglich kalkuliert. Die Nettoliquidität kletterte damit zum Jahresende auf 94 Millionen Euro.
Diese starke Cash-Generierung resultiert aus der verbesserten operativen Performance, dem schnelleren Lagerumschlag und einer höheren Cash-Conversion durch niedrigere Forderungen bei gleichzeitig gestiegenen Verbindlichkeiten.
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Europa im Visier
Das Wachstum wird zunehmend vom internationalen Geschäft getragen. 2025 expandierte Westwing in zehn weitere europäische Märkte. Bereits im dritten Quartal zeigten sich erste Erfolge dieser Strategie. Während die Umsätze im DACH-Raum stagnierten, legte das internationale Segment um 1,5 Prozent zu.
Der nächste strategische Schritt könnte der britische Markt sein – ein Hochpotenzial-Gebiet, das die adressierbare Marktgröße erheblich erweitern würde.
Die Bewertung bleibt mit einem geschätzten EV/EBITDA-Multiple von 4,2 für 2026 moderat. Bemerkenswert: Rund 37 Prozent der Marktkapitalisierung werden allein durch die Nettoliquidität gedeckt. Die Aktie pendelt seit Wochen um die Marke von 11 Euro – eine Unterstützungszone, die sich bereits mehrfach als solide erwiesen hat.
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