Weyerhaeuser Aktie: Zahlenspiel mit Schönheitsfehlern

Der Holzkonzern meldet für Q4 2025 einen bereinigten Verlust, da positive Sondereffekte die enttäuschende operative Performance überdecken. Umsatz und EBITDA sanken deutlich.

Weyerhaeuser Aktie
Kurz & knapp:
  • Bereinigter Quartalsverlust trotz Gewinn durch Verkäufe
  • Operative Schwäche in allen Geschäftsbereichen
  • Verschlechterung der Schuldenquote
  • Leichte Kurserholung nach Veröffentlichung

Der Holzkonzern Weyerhaeuser meldet auf den ersten Blick respektable Quartalszahlen – doch ein genauerer Blick offenbart eine weniger erfreuliche Realität. Am 30. Januar 2026 präsentierte das Unternehmen Ergebnisse für das vierte Quartal 2025, die vor allem durch Sondereffekte geschönt wurden.

Mit einem Gewinn von 74 Millionen Dollar oder 0,10 Dollar je Aktie übertraf Weyerhaeuser zwar die Analystenschätzungen von minus 0,13 Dollar. Doch dieser scheinbare Erfolg basiert auf einem massiven Verkaufsgewinn von 266 Millionen Dollar aus dem Abverkauf von Waldflächen, während gleichzeitig eine Pensionsabwicklung mit 145 Millionen Dollar zu Buche schlug. Bereinigt um diese Sonderposten zeigt sich das wahre Bild: ein Verlust von 0,09 Dollar je Aktie.

Operative Schwäche auf breiter Front

Die operative Performance enttäuschte über alle Geschäftsbereiche hinweg. Das bereinigte EBITDA sank im vierten Quartal auf 140 Millionen Dollar – ein deutlicher Rückgang gegenüber 217 Millionen Dollar im Vorquartal. Der Umsatz rutschte von 1,72 Milliarden auf 1,54 Milliarden Dollar ab und verfehlte damit die Markterwartungen von 1,57 Milliarden Dollar.

Besonders dramatisch entwickelte sich das Holzprodukte-Segment. Hier drehte das EBITDA von plus 8 Millionen Dollar im dritten Quartal auf minus 20 Millionen Dollar im Schlussquartal. Die Verkaufspreise für Schnittholz gaben um 3 Prozent nach, bei OSB-Platten waren es sogar 6 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Herstellungskosten pro Einheit leicht an – eine toxische Kombination.

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Auch das Waldbewirtschaftungs-Segment enttäuschte mit einem EBITDA-Rückgang von 148 Millionen auf 114 Millionen Dollar. Verantwortlich dafür waren geringere Erntemengen aufgrund weniger Arbeitstage sowie niedrigere Verkaufsvolumina und Preise, insbesondere bei heimischen Baumstämmen im Westen der USA.

Schuldenberg wächst bedenklich

Die Bilanz zeigt eine besorgniserregende Entwicklung. Das Verhältnis von Nettoschulden zu bereinigtem EBITDA verschlechterte sich von 4,3 auf 5,0 – ein deutliches Warnsignal. Die Gesamtverschuldung kletterte von 5,47 Milliarden auf 5,57 Milliarden Dollar, während der operative Cashflow im vierten Quartal mit minus 114 Millionen Dollar sogar negativ ausfiel.

Für das Gesamtjahr 2025 sank das bereinigte EBITDA von 1,29 Milliarden auf 1,02 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn ging von 396 Millionen auf 324 Millionen Dollar zurück, während der Gewinn je Aktie von 0,54 auf 0,45 Dollar fiel.

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Hoffnung auf bessere Zeiten?

Für das erste Quartal 2026 stellt Weyerhaeuser eine vergleichbare Performance im Waldbewirtschaftungs-Segment in Aussicht. Das Segment Strategische Landlösungen soll sich deutlich erholen und rund 90 Millionen Dollar mehr EBITDA generieren. Bei Holzprodukten erwartet das Management eine leichte Verbesserung – allerdings ohne Berücksichtigung von Preisveränderungen.

Für das Gesamtjahr plant der Konzern Erntemengen von 35,5 Millionen Tonnen und Investitionen zwischen 400 und 450 Millionen Dollar. Zudem kündigte das Unternehmen eine ambitionierte Wachstumsstrategie bis 2030 an, die zusätzliche 1,5 Milliarden Dollar EBITDA bringen soll.

Die Aktie reagierte am Morgen nach der Veröffentlichung mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 26,06 Dollar im vorbörslichen Handel. Über die vergangenen zwölf Monate steht jedoch ein Minus von 16,25 Prozent zu Buche.

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