Die Aktie von Wheaton Precious Metals notiert bei 112,95 Euro – gut 40 Prozent mehr als vor zwölf Monaten. Ein starkes erstes Halbjahr und ein milliardenschwerer Silber-Deal haben den Streaming-Spezialisten ins Visier der Momentum-Jäger gebracht. Gleichzeitig blinken technische Warnsignale.
Die Investmentforschung von Zacks hat Wheaton im Juni 2026 zum Top-Ranking für Momentum-Aktien gekürt. Das Rating belohnt die Fähigkeit des Konzerns, von den hohen Edelmetallpreisen zu profitieren – ohne die Kostenexplosionen traditioneller Minenbetreiber zu spüren.
Das Streaming-Modell funktioniert so: Wheaton zahlt Minenpartnern Vorabkapital und sichert sich im Gegenzug das Recht, künftige Produktion zu festen, günstigen Preisen abzunehmen. Ein Hebel auf die Rohstoffpreise, der im aktuellen Umfeld voll wirkt.
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Silber-Rauswurf aus Peru
Der wichtigste strategische Schritt des Jahres: die 4,3 Milliarden Dollar schwere Silber-Stream-Übernahme von BHP für die Antamina-Mine in Peru. Der Deal verdoppelt Wheatons Silberexposition auf 67,5 Prozent der dortigen Produktion. Einer der größten Deals der Firmengeschichte.
Für das laufende Geschäftsjahr peilt das Management 400.000 bis 430.000 Unzen Gold und 27 bis 29 Millionen Unzen Silber an. Bis 2030 soll die Produktion um rund 50 Prozent auf 1,2 Millionen Goldäquivalent-Unzen steigen.
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Parallel dazu setzte Wheaton ein Zeichen als Corporate Citizen. Der Daffodil Ball, Kanadas größte Krebsforschungs-Gala, spülte 6,76 Millionen Dollar für die Canadian Cancer Society in die Kassen. Wheaton war Presenting-Partner. Das Geld fließt in die Erforschung von Gold-Nanopartikeln – eine Verbindung von Kerngeschäft und medizinischem Fortschritt.
Dividende und ein überkaufter RSI
Die Aktionäre erhalten eine Quartalsdividende von 0,195 Dollar je Aktie – Zahlung im Juni. Ein Dividenden-Reinvestitionsplan erlaubt den Bezug weiterer Aktien zum durchschnittlichen Marktkurs.
Doch die technische Lage mahnt zur Vorsicht. Der RSI liegt bei 83,5 – klar überkauft. Der Kurs hat den 50-Tage-Durchschnitt von 114,65 Euro nach unten durchbrochen und notiert 20 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 141,80 Euro. Die fundamentale Stärke ist unbestritten, der Einstiegszeitpunkt derzeit riskant. Anleger werden die Produktionsentwicklung bis 2030 im Auge behalten müssen – das Versprechen von 50 Prozent Wachstum ist ambitioniert.
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