Der kanadische Edelmetall-Spezialist Wheaton Precious Metals rückt kurz vor der Veröffentlichung seiner nächsten Quartalszahlen verstärkt in den Fokus der Analysten. Während die Berenberg Bank ihr Kursziel für das Streaming-Unternehmen am gestrigen Dienstag leicht nach unten korrigierte, meldete der Konzern parallel den erfolgreichen Abschluss eines Teilschritts aus einem Lizenzgeschäft, der für einen unmittelbaren Liquiditätszufluss sorgt.
Berenberg bekräftigt Kaufempfehlung trotz Kurszielsenkung
Die Analysten von Berenberg haben ihr Kursziel für Wheaton Precious Metals im Zuge von Modellanpassungen von 160 auf 157 US-Dollar gesenkt. Trotz dieser geringfügigen Korrektur hält das Bankhaus an seiner Einstufung „Buy“ fest. Die Experten begründen ihre Zuversicht mit der robusten operativen Aufstellung: Das Unternehmen steuert eine Goldäquivalent-Produktion von rund 900.000 Unzen an und plant bis zum Jahr 2030 eine Steigerung des Volumens um 40 Prozent.
Zudem wird ein jährlicher freier Cashflow von etwa 3 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) zwischen 15 und 17 notiert der Wert derzeit unter seinem sechsjährigen Durchschnitt, der bei 23 liegt. Am gestrigen Dienstag geriet die Aktie an der Heimatbörse in Toronto zwar zunächst unter Druck und schloss mit einem Minus von 2,28 Prozent bei 154,57 Kanadischen Dollar, zeigt sich im europäischen Handel jedoch bereits wieder stabilisiert.
Mittelzufluss durch Lizenzgebühren und Fokus auf Nachhaltigkeit
Heute notiert das Papier bei 97,94 Euro, was einem Zuwachs von 1,47 % entspricht. Damit unternimmt der Titel einen Erholungsversuch, bleibt jedoch mit einem Abstand von 3,51 % weiterhin unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 101,50 Euro. Gestützt wird die Stimmung durch Neuigkeiten zum Portfolio. Wheaton Precious Metals hat eine erste Tranche von 22,5 Millionen US-Dollar aus dem Verkauf einer 1,5-prozentigen NSR-Lizenzgebühr (Net Smelter Return) an Spanish Mountain Gold erhalten.
Spanish Mountain Gold treibt derzeit eine Machbarkeitsstudie voran, deren Abschluss für Anfang 2028 erwartet wird. Bohrungen auf dem entsprechenden Areal lieferten bereits vielversprechende Goldgehalte. Abseits des operativen Minengeschäfts konnte sich Wheaton im Bereich der Nachhaltigkeit profilieren. Im aktuellen „Corporate Knights‘ Best 50“-Ranking belegt das Unternehmen den 13. Platz unter den nachhaltigsten Konzernen Kanadas. Zudem wurde die dritte Ausgabe der „Future of Mining Challenge“ gestartet, die mit einem Preisgeld von 1 Million US-Dollar dotiert ist.
Anleger warten auf Quartalsergebnisse
Spannung verspricht der kommende 6. August, wenn das Unternehmen seinen Geschäftsbericht für das zweite Quartal 2026 vorlegt. Marktteilnehmer erhoffen sich dann weitere Details zum Fortschritt der laufenden Projekte und zur langfristigen Guidance. Bereits am 14. Juli hatte Scotiabank ihre Einschätzung „Sector Outperform“ bestätigt, wenngleich auch dort das Kursziel leicht von 180 auf 175 US-Dollar zurückgenommen wurde.
Der breite Analystenkonsens sieht das Potenzial der Aktie weiterhin positiv. Medienberichten zufolge liegt das durchschnittliche Kursziel der Experten derzeit bei rund 172 US-Dollar. Für Investoren bleibt entscheidend, ob das Unternehmen das angestrebte Produktionswachstum trotz der volatilen Rohstoffmärkte beibehalten kann. Die Kombination aus einer im historischen Vergleich günstigen Bewertung und dem kontinuierlichen Ausbau des Streaming-Portfolios bleibt das zentrale Argument der Befürworter.
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