Wheaton Precious Metals setzt am Aktienmarkt ein deutliches Ausrufezeichen. Das Papier legte am Mittwoch um mehr als sieben Prozent zu und erreichte einen Kurs von 107,90 Euro. Optimistische Analystenkommentare und ehrgeizige Wachstumsziele treiben das Interesse der Anleger kurz vor der nächsten Bilanzvorlage.

Analysten heben Gewinnerwartungen an

Die Edison Group hat ihre Prognosen für den Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2026 leicht nach oben korrigiert. Der Markt erwartet nun im Schnitt einen Wert von 4,97 US-Dollar. Wheaton knüpft damit an ein starkes Auftaktquartal an, in dem das Unternehmen einen Rekordumsatz von 901 Millionen Dollar erzielte.

Ein wesentlicher Treiber für die Neubewertung ist die hohe Rentabilität. Fachleute verweisen auf die branchenführenden operativen Margen des Unternehmens. Diese sollen bis zum Jahr 2030 stabil bei etwa 65 Prozent bleiben.

Rekord-Deal treibt die Produktion

Parallel dazu erweitert das Management das Portfolio durch strategische Zukäufe. Ein Meilenstein ist die massive Streaming-Vereinbarung mit BHP bezüglich der Antamina-Mine. Dieser Deal mit einem Volumen von 4,3 Milliarden US-Dollar gilt als die bisher wertvollste Transaktion ihrer Art. Er soll bereits im laufenden Jahr etwa 70.000 Unzen Goldäquivalent zur Produktion beisteuern.

Das Geschäftsmodell bietet einen effektiven Schutz vor der Inflation im Bergbausektor. Wheaton betreibt keine eigenen Minen. Das Unternehmen sichert sich stattdessen Edelmetalle zu Festpreisen zwischen 15 und 20 Prozent des jeweiligen Marktpreises. Dieser Ansatz reduziert operative Risiken und sichert den Cashflow auch bei schwankenden Rohstoffpreisen.

Für das Gesamtjahr strebt das Management eine Produktion von bis zu 940.000 Unzen an. Im August veröffentlicht das Unternehmen den offiziellen Bericht zum zweiten Quartal. Diese Daten werden belegen, ob die starke operative Dynamik aus dem Frühjahr auch über die Sommermonate angehalten hat.