Wienerberger hat am 15. und 16. Oktober rund 100 Führungskräfte zum Branchentreff „wienerberger Connect“ im Linsberg Asia versammelt. Medienberichten zufolge standen der Marktdruck, die Rahmenbedingungen der Bauwirtschaft sowie Lösungen für Bau und Infrastruktur im Mittelpunkt der Gespräche.

Schwacher Neubau und höhere Kosten

Den wirtschaftlichen Hintergrund hatte Wienerberger vor gut drei Wochen mit der Senkung seiner EBITDA-Prognose beschrieben. Das Unternehmen erwartet für das Geschäftsjahr 2026 ein EBITDA von 640–650 Mio. Euro. Als Belastung nannte Wienerberger eine schwächer als erwartete saisonale Erholung im September.

Zudem verwies das Unternehmen auf den anhaltend schwachen Wohnungsneubau, insbesondere in Großbritannien, den USA und Kanada. Ab Ende August seien außerdem die Energie-, Rohstoff- und Logistikkosten deutlich gestiegen. Wienerberger beschleunigte seine Kostenoptimierungen und leitete eine strategische Überprüfung ein.

Für das dritte Quartal 2026 stellte das Unternehmen einen Umsatz von rund 1,2–1,3 Mrd. Euro in Aussicht. Das operative EBITDA soll nach dieser Erwartung rund 170–180 Mio. Euro erreichen. Es handelt sich dabei um Erwartungen aus dem Geschäftsausblick, nicht um bereits veröffentlichte Quartalsergebnisse.

Portfolioergänzung bei Fassaden

Eine konkrete Produktmeldung gab es am 15. Oktober: Wienerberger Österreich erweiterte sein Gebäudehüllen-Portfolio um den keramischen Fassadenziegel Tondach Tonova. Das Produkt ist für vorgehängte hinterlüftete Fassaden vorgesehen. Medienberichten zufolge wird es im steirischen Werk Gleinstätten aus heimischem Ton gefertigt.

Der nächste angekündigte Berichtstermin ist der 12. November 2026. Wienerberger plant dann die Veröffentlichung des Berichts für die ersten neun Monate 2026. Für denselben Tag hat das Unternehmen auch ein Update zur strategischen Überprüfung und zu den beschleunigten Kostenoptimierungsmaßnahmen angekündigt.